Der TSV Stadtsteinach muss im ersten Spiel der Rückrunde der Fußball-Kreisliga Bayreuth/Kulmbach am Sonntag beim heimstarken Neuling ASV Nemmersdorf Farbe bekennen. Gegen die Truppe von Spielertrainer Jörg Dumbach haben die "Stanicher" eigentlich etwas gutzumachen, denn zum Saisonauftakt setzte es eine 1:2-Niederlage.

FC Marktleugast -
TSV Bad Berneck
Die SG Markleugast empfängt am Samstag mit dem TSV Bad Berneck eine Mannschaft, die zum Saisonbeginn noch zu den Spitzenteams gerechnet wurde, aber gegenwärtig etwas schwächelt. Die Truppe von SG-Coach Ralf-Werner Ohnemüller hat sich am vergangenen Samstag im Derby gegen den TSV Stadtsteinach zwar wieder gut aus der Affäre gezogen, doch es hat am Ende wieder nicht gereicht. Ohnemüller: "In Anbetracht dessen, was wir als Spielermaterial zur Verfügung haben, wurde in diesem Derby eine ganz passable Leistung abgeliefert. "
Noch ist für die Oberländer nichts verloren, denn mit einem Sieg gegen die Kurstädter würde man wieder etwas Land sehen. Ohnemüller, der am Montagabend dem Verein bekanntgab, dass er zur Winterpause sein Traineramt niederlegen werde, sieht noch eine Chance, aus den noch ausstehenden vier Spielen sechs Punkte zu holen: "Den Berneckern fehlen zwei, drei wichtige Spieler, und es ist durchaus eine Überraschung möglich. Es wäre mein Wunsch, dass ich zur Winterpause meinem Nachfolger eine Mannschaft übergeben könnte, die auf dem Relegationsplatz steht."
Ohnemüller räumte ein, dass ihn die letzten eineinhalb Jahre als Trainer sehr ermüdet haben. "Ich habe mir die Entscheidung lange überlegt, aber es ist für den Verein die beste Lösung, wenn ein neuer Mann frisch und unvorbelastet an die Sache rangeht."

ASV Nemmersdorf -
TSV Stadtsteinach
Die Aufgabe bei der SG Marktleugast meisterte der TSV am letzten Samstag erwartungsgemäß. TSV-Spielertrainer Thomas Helldörfer: "Wir haben in diesem Derby unsere Pflicht getan, mehr nicht. Uns hängen immer noch die vier, fünf Punkte nach, die wir zum Saisonbeginn nicht eingefahren haben."
Wenn Stadtsteinach bis zur Winterpause zumindest noch Tuchfühlung an die Tabellenspitze halten will, muss die Helldörfer-Truppe in Nemmersdorf nachlegen: "Es wird eine sehr schwere Aufgabe, denn Nemmersdorf verfügt über eine junge, sehr homogene sowie lauf- und kampfstarke Mannschaft. Der kleine Platz ist schwer zu bespielen. Wir müssen eine hohe Laufbereitschaft an den Tag legen und den Kampf annehmen, nur dann können wir etwas erben." Ein Sieg der TSV-Elf wäre im Hinblick auf das nächste Heimspiel gegen den derzeitigen Tabellendritten TSV St. Johannes Bayreuth besonders wichtig. Der Rotsünder Philipp Lindtaler ist noch ein Spiel gesperrt, ansonsten stehen Helldörfer alle Spieler zur Verfügung.

SC Hummeltal -
TSC Mainleus
Am 15. Spieltag hat es auch für den TSC Mainleus zum ersten Saisonsieg gereicht: Der 3:1-Sieg bei der zweiten Mannschaft des SV Memmelsdorf war vor allem für das Selbstvertrauen des TSC wichtig, denn am Sonntag wartet beim Tabellensechsten SC Hummeltal eine schwere Aufgabe. TSC-Spielertrainer Holger Dittwar, der wegen seiner Mandel-OP pausieren muss, sieht immer noch einen Hoffnungsschimmer: "Wir lagen zwar in Memmelsdorf 0:1 hinten, doch vor der Pause haben wir das Spiel noch gedreht. Wir haben danach zu viele Konterchancen liegen gelassen."
Der Sieg war für die Psyche der Spieler wichtig."Die Gesichter der Spieler waren ganz anders als in den letzten Wochen, und sie machen nicht den Eindruck, dass schon alles verloren ist. Wenn wir da verloren hätten, wäre es freilich übel gewesen", sagt Dittwar. Der TSC ist vor allem in der Abwehr gefestigter - und das wird auch notwendig sein, denn Hummeltal verfügt nach den Worten von Dittwar über eine körperlich starke Mannschaft. "Wir müssen einfach schauen, dass wir bis zur Winterpause den Anschluss nicht verlieren."
Verzichten muss der TSC am Sonntag auf Schulz, der beruflich verhindert ist, und auf Caliscan, der sich in Memmelsdorf verletzte. Mit dabei war in Memmelsdorf der 46-jährige Vitor do Adro, der dem TSC in der Schlussviertelstunde geholfen hat, den ersten Sieg unter Dach und Fach zu bringen.

VfR Katschenreuth -
SV Memmelsdorf II
Der VfR Katschenreuth empfängt den SV Memmelsdorf II und die Mannschaft von VfR-Coach Detlef Zenk lässt weiter aufhorchen, denn mit einem klaren 3:0-Erfolg wies der VfR mit dem SV Mistelgau einen der schärfsten Widersacher in die Schranken. Zenk: "Das Ergebnis täuscht ein wenig, denn Mistelgau war ein starker Gegner, und wir mussten schon unser gesamtes Potenzial abrufen. Aber wie wir das runtergespielt haben, war schon beeindruckend."
Am Sonntag haben die Katschenreuther erneut ein Heimspiel vor der Brust und gegen Memmelsdorf hat der VfR noch etwas gutzumachen, denn auswärts gab es nur ein 0:0. Eigentlich eine leichte Aufgabe gegen den Tabellenvorletzten, doch Zenk warnt: "Es gibt keine leichten Spiele, und egal wie Memmelsdorf bei uns auftritt, wir sind gut beraten, auf uns zuschauen und unsere Stärken umzusetzen."
Personell hat Zenk nicht die Qual der Wahl, sondern wie er es selbst einschätzt, eher den Luxus einer Wahl, denn nahezu alle Spieler sind an Bord, und mit dem wieder genesenen Moritz Amon hat der VfR eine echte Alternative im Spielaufbau.