Obwohl seine Mannschaft in der jungen Fußball-Bayernliga-Saison noch keinen Sieg geholt hat, ist Detlef Hugel zufrieden: "Wir haben in den vergangenen drei Spielen gezeigt, dass wir auch in der Lage sind zu gewinnen", sagt der Trainer des TSV Neudrossenfeld. Gerade im Spiel gegen den FSV Erlangen-Bruck haben ihn seine Spieler überzeugt.

Natürlich reicht die Möglichkeit zum Sieg nicht, denn am Ende werden Punkte gezählt. Doch Hugel ist überzeugt, dass es damit bald klappt. Zumal er die Schwächen seines Teams ausgemacht hat und im Training daran arbeiten lässt. "Die Mannschaft erarbeitet sich viele Tormöglichkeiten, nutzt davon aber zu wenig. Uns fehlt noch ein wenig die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor." In den Trainingseinheiten lässt Hugel deshalb verschiedene Situationen mit Torabschluss üben, damit die Spieler ihre Körperhaltung beim Schuss und die Stellung zum Ball verbessern.

Ein weiteres Manko sind die Zweikämpfe - sowohl in der Offensive als auch in der Defensive. Bislang agiert die Mannschaft oft nicht entschlossen genug, kann den Ball nicht erobern und kommt somit häufig in Bedrängnis.

Jahn ist eigentlich Regionalligist

Das sollte vor allem heute Abend, 19 Uhr, beim Heimspiel gegen Forchheim besser klappen. Mit dem Jahn gastiert der Überflieger der Fußball-Bayernliga in Neudrossenfeld: Drei Spiele, drei Siege, 13:3 Tore, so lautet die Bilanz der Forchheimer, die in der vergangenen Saison wegen ihrer maroden Spielstätte nicht in die Regionalliga aufsteigen konnten. "Für mich ist es keine Überraschung, das Jahn Forchheim die Tabelle anführt", sagt Hugel. Die Mannschaft hätte schon in der vergangenen Saison sehr gut gespielt und überzeuge nicht nur mit individueller Klasse, sondern auch als Mannschaft: "Fußballerisch ist das schon sehr gut. Vor allem ihre Passsicherheit und Spielgeschwindigkeit macht die Forchheimer so gefährlich", sagt Hugel.

Trotzdem will er sich mit seinem Team nicht verstecken. Denn: In einem Fußballspiel sei grundsätzlich immer alles möglich, "und warum sollen wir nicht für die erste Überraschung sorgen?". Er weiß jedoch, dass es eine schwierige Aufgabe werden wird - denn der TSV Neudrossenfeld ist noch nicht hundertprozentig in der Bayernliga angekommen: "Wir stecken noch in der Gewöhnungsphase. Im Moment ist jedes Spiel eine Erfahrung", sagt Hugel. Dennoch werden er und sein Team alles in die Waagschale werfen, um den ersten Dreier zu holen.
Verzichten muss Coach Hugel gegen Forchheim auf Tonka, der in der Begegnung mit Erlangen-Bruck noch der Spieler des Spiels war. Er fällt wegen einer Zerrung aus. Auch Kempf, Nagel, Weickmann und Weiß sind nicht mit an Bord.

TSV Neudrossenfeld: Brand, Hahn, Hofmann, Jahrsdörfer, Konradi, König, Küfner, Lämmert, Lattermann, Lutz, Meyer, Pajonk, Rau, Taubenreuther, Zapf, Zinke