Der 46-Jährige Dippold beendete im Sommer mit dem Aufstieg des FC Marktleugast seine Spielerkarriere, half allerdings in der aktuellen Bezirksliga-Saison noch drei Mal aus. Nun startet also der Katschenreuther seine Trainerkarriere, und das nur drei Kilometer von seinem Wohnort entfernt.

Wenn die Peestener am heutigen Samstag (16 Uhr) beim VfB Kulmbach II gastieren, wird Andreas Dippold noch nicht die Verantwortung tragen. Übergangsweise sind Stefan Ellner, Markus Krauß und Oliver Popov für die Mannschaft verantwortlich. Sein erstes Training beim SSV leitet Dippold aus beruflichen Gründen erst am 3. November, sein Debüt als Peestener Trainer wird er am 8. November in Harsdorf feiern.

Auch wenn dem einst quirligen Abwehr- und Mittelfeldspieler Andreas Dippold eine Karriere im Profibereich verwehrt blieb, so hat er doch etwas geschafft, das nicht viele Fußballer aus dem Raum Kulmbach von sich behaupten können. Er durfte einmal um Punkte im Frankenstadion gegen den 1. FC Nürnberg ran. 1996 war es, als er mit dem SC Weismain zum Regionalliga-Duell - damals die 3. Spielklasse - beim Club gegen Michael Wiesinger und Co. antrat.


Ein geselliger Typ

Einer der Andreas Dippold mit am besten kennt, ist Ralf Ohnemüller. Fast zehn Jahre lang - erst beim TSC Mainleus, zuletzt beim FC Marktleugast - war er sein Trainer. Und er charakterisierte ihn einmal so: "Ein absolut pflegeleichter und symphatischer Typ." Der SSV Peesten darf sich also über einen echten Typen freuen, der auch die Geselligkeit liebt. Worauf man auch beim SSV Peesten sehr viel Wert legt, wie Spielleiter Oliver Popov bestätigt. Er freut sich diebisch über den Coup: "So einen wie ihn haben wir gesucht. Ich bin sportlich gesehen der glücklichste Mensch." Den Tipp, Andreas Dippold anzufragen, bekam er übrigens ausgerechnet von einem Tariner eines Nachbarrivalen: Michael Werzer vom TSV Thurnau ist nämlich Dippolds Arbeitskollege bei der Firma Raps.

Der Ruf des SSV Peesten, ein geselliger und funktionierender Verein zu sein, war auch für Dippold eine entscheidendes Argument: "Es war jetzt nicht mein Hauptziel, Trainer zu werden. Aber ich war mit Spielleiter Oliver Popov schnell auf einer Wellenlänge. Ich weiß, dass der Verein sehr aktiv ist. Und ich hatte in meiner Laufbahn das Glück gehabt, immer in Vereinen zu spielen, wo es gesellig war."

In der Winterpause will Andreas Dippold auch als Spieler zum SSV Peesten wechseln und im neuen Jahr auch auf dem Platz stehen. "Ich denke, dass ich der Mannschaft auf dem Platz noch besser helfen kann, als nur von außen", sagt Dippold.