Der Headcoach der Bayreuther Basketballer, Michael Koch, gibt sich kämpferisch: "Mit dem Auswärtssieg in Hagen im Rücken können wir in unserer eigenen Halle auch den Mitteldeutschen BC schlagen." Doch der Gegner hat es in sich. An der Seitenlinie der Wölfe aus Weißenfels steht der Trainer der Saison 2013/2014, Silvano Poropat, und der hat, trotz der Abgänge mehrerer Leistungsträger, eine schlagkräftige Truppe zusammengestellt.

Im Vorjahr hat das Wolfsrudel als Neunter die Play-Offs knapp verpasst, in diesem Jahr soll der Sprung unter die besten Acht gelingen - und das Team ist auf dem besten Weg. Großen Anteil am erfolgreichen Saisonverlauf mit sieben Siegen aus zehn Spielen und Platz 6 in der Tabelle hat Christian Standhardinger, der nach seiner College-Zeit mit ansprechenden Leistungen überzeugt.

Der MBC bezwang die Teams aus Trier, Tübingen, Hagen und Braunschweig. Gegner, gegen die der MBC wichtige Punkte im Abstiegskampf sammeln wollte. Nun haben die Wölfe schon so viele Zähler auf dem Konto, dass man in Sachsen-Anhalt längst von Höherem träumt.

Fünf der zwölf Duelle zwischen Weißenfels und Bayreuth gingen an die Altstädter - der wichtigste Erfolg war der in der vergangenen Saison, als das Medi-Team dank eines Sieges den Klassenerhalt sicherte.

Ausgeglichener Wölfe-Kader

Einen großen Wechsel gab es vor Saisonbeginn im Team der Weißenfelser: Neben dem Überflieger der Vorsaison, Angelo Caloiaro und Urgestein Sascha Leutloff verließen mit Josh Parker, Michael Cuffee, Hrvoje Kovacevic, Markcus Hatten sowie Martins Meiers fast alle Kontingentspieler den Club.

Für Johannes Lischka holte der MBC mit Christian Standhardinger einen starken deutschen Spieler in die Liga, der nach zehn Spielen bereits bester Werfer ist. Im Schnitt kommt er auf 14,2 Punkte pro Einsatz. Dazu kommen Rückkehrer Hördur Vilhjalmsson sowie Patrick Richard und die beiden College-Absolventen Ryan Nicholas und Frantz Massenat.

Trotz allem sieht Michael Koch den MBC als schlagbaren Gegner: "Meiner Meinung nach ist der MBC bis jetzt die Überraschungsmannschaft der Saison. Sie sind gut gestartet und haben aufgrund eines etwas leichteren Spielplans viel Selbstvertrauen getankt. Auch schwierige Aufgaben konnten sie dadurch meistern. Für uns können sie in der Oberfrankenhalle, wie jeder andere Gegner auch, eine machbare Aufgabe sein. Hier haben wir immer eine Chance. Der Sieg in Hagen war für unser Team, auch im Hinblick auf die nächsten Auswärtsspiele, sehr wichtig. Das und gute Spiele, wie gegen Bremerhaven oder gegen Artland, müssen wir uns immer wieder ins Gedächtnis rufen. Der Sieg im Rücken hat uns etwas Luft verschafft und ein wenig den Druck von uns genommen." Die Partie in der Oberfrankenhalle wird am heutigen Samstag um 20.30 Uhr angepfiffen.