Eine wahre Hitzeschlacht war die ADAC-Rallye in Coburg "Rund um den Muppberg". 80 Teams gingen bei Temperaturen um die 30 Grad an den Start und lieferten sich im wahrsten Sinne des Wortes heiße Kämpfe um die vorderen Plätze. Es war eine Herausforderung für Mensch und Maschine. Gefahren wurde die Rallye in drei Wertungsprüfungen, die doppelt absolviert wurden und somit eine Gesamtlänge von 35 Kilometern hatten.

Ersten Podestplatz vor Augen

Wertungsprüfung 1 war eine Sprintprüfung zwischen Rottenbach und Neukirchen, die auf Asphalt begann und in eine längere Schotterpassage überging. Es war die längste Prüfung mit fast neun Kilometern. Das Rallye-Team Reinhard Honke/Michael Heinze ging mit Startnummer 3 ins Rennen und war von Beginn an auf Angriff gepolt. Schließlich wollten die beiden den ersten Podestplatz im Jahr 2015 einfahren.

Die Streckenführung und der Untergrund lagen den beiden in ihrem Mitsubishi Lancer Evo 9. Es entwickelte sich ein Vierkampf zwischen Bernd Michel (Mitsubishi Evo VI), Fritz Köhler (BMW M3), Werner Mühl (BMW M3) und dem Team Honke/Heinze.

Eigentlich war es viel zu warm für die Turbomotoren, sodass die Elektrik beim Team Honke/Heinze streikte und man nur einen Ladedruck von etwa 1,0 Bar erreichte, was sich auch in der Motorleistung niederschlug.Beim zweiten Durchgang handelte es sich um eine rund fünf Kilometer lange Sprintprüfung, die bei Unterwohlsbach begann und lange Waldpassagen hatte - was den PS-stärkeren Fahrzeugen in die Karten spielte. Danach ging es zum legendären Rundkurs nach Neustadt. Hunderte von Menschen säumten die gut einsehbare Strecke. Hier sah man die Rennteams gleich zweimal an sich vorbeirasen, die Stimmung war gigantisch. Auch diese Wertungsprüfung umfasste rund fünf Kilometer.

Nach dem Regrouping in Neustadt ging es erneut auf die Strecke zu den Wertungsprüfungen 4 und 5. Und wieder kam es zur Schlacht der vier Erstplatzierten. Trotz der stärkeren Motorleistungen der drei Ersten in Gruppe H ließ sich das Team Honke/Heinze nicht abhängen. Die beiden kämpften und behielten trotz Motorproblemen die Nerven.

Nun ging es zur letzten Prüfung noch einmal zum Rundkurs nach Neustadt. Aus dem Vierkampf wurde nun ein Dreikampf, nachdem Werner Mühl mit Getriebeschaden bei Prüfung 4 ausgeschieden war.

Fehlerfreie Konkurrenz

Im Abstand von einer Minute startete man in den Rundkurs, der zwei Runden umfasste. Souverän zog der Evo-VI-Pilot seine Runden und erlaubte sich keine Fehler. Als der bis dahin Zweitplatzierte Köhler nochmals einen Angriff auf Platz 1 startete und sich einen zeitraubenden Ausritt erlaubte, zog das gut eingestellte Team Honke/Heinze an Fritz Köhler vorbei und sicherte sich den zweiten Gesamtplatz sowie den Gruppen- und Klassensieg.

Nachfolgende Fahrzeuge hielten sich die beiden während der gesamten Rallye mit einem Abstand von rund zehn Sekunden vom Hals. Die beiden Kulmbacher waren mit dem Ergebnis an diesem Tag äußerst zufrieden - vor allem im Hinblick auf die Ausfälle und Blechschäden der Konkurrenten. red