Der bei der Stadtverwaltung Bayreuth beschäftigte Heiko Gröger führte den ASV Hollfeld in den vergangenen acht Jahren von der Kreisklasse in die Landesliga. Und in dieser Saison ist für den Verein aus der Fränkischen Schweiz sogar noch der Sprung in die Bayernliga möglich. Dennoch erklärten die ASV-Funktionäre kürzlich, dass sie den Vertrag mit ihrem Coach nicht verlängern wollten. Wenig später präsentierten sie Mario Herrmannsdörfer als neuen Trainer für die nächste Serie.
Der Oberpreuschwitzer Heiko Gröger wechselte einst von der Jugend des FC Bayreuth auf die Jakobshöhe und avancierte bei der SpVgg Bayreuth als Manndecker schnell zur Größe auch in der Herren-Bayernliga. 1994 verpasste er durch ein 0:4 in der Relegation gegen den FC Pforzheim nur knapp den Regionalligaaufstieg mit den Altstädtern.

Ein Jahr in der 2. Bundesliga


1998 wechselte Heiko Gröger zum Regionalligisten SC Weismain, danach zum FC 05 Schweinfurt. Mit den "Schnüdeln" feierte der Familienvater seinen größten Erfolg: Er stieg in die 2. Bundesliga auf und ließ sich ein Jahr lang bei der Stadtverwaltung beurlauben, um sich als Profi ganz auf den Fußball konzentrieren zu können. Nach einem Jahr beim FC Bayern Hof (Bayernliga) und einer Serie beim ATS Kulmbach in der Bezirksoberliga trat Gröger beim ASV Hollfeld seine erste Trainerstelle an, fungierte aber gleichzeitig auch noch als Spieler. Nach acht Jahren bei den "Rot-Weißen" nun die Rückkehr zur SpVgg Bayreuth, die er vor 16 Jahren nach 168 Bayernligaeinsätzen verließ. Vielleicht darf Gröger nächste Saison sogar einen Regionalligisten trainieren. Denn weil die Top-Teams SpVgg Selbitz und Würzburger Kickers ständig patzen, haben die schon abgeschriebenen Bayreuther nun plötzlich wieder Chancen auf Rang 2 oder gar die Meisterschaft. Drei Spieltage vor Saisonschluss beträgt der Rückstand der SpVgg auf Rang 1 vier, auf Platz 2 drei Zähler. Um weiter träumen zu dürfen, ist für die Altstädter am Samstag ein Sieg gegen den Aufsteiger FC Gerolzhofen (16.) natürlich Pflicht.