Die "goldene Stadt Prag" war Schauplatz der diesjährigen Junioren-Europameisterschaft der Japan Karate Asssociation (JKA). Nach dem Wechsel von Roman Toponar und Christian Ollert zum Karate-Zentrum Shogun Bayreuth trainiert nun die komplette Junioren-Nationalmannschaft bei Cheftrainer Henry Landeck aus Kulmbach.
Bundestrainer Thomas Schulze nominierte mit Franziska Meixner, Roman Toponar, Christian Ollert, Christoph Röthlein und Oleg Gorjunow gleich fünf Sportler aus der Kaderschmiede von Landeck, um den Deutschen JKA-Karatebund bei den Wettkämpfen in der tschechischen Metropole zu vertreten.
In den vergangenen Wochen bereiteten sich die Karatekas intensiv auf die Europameisterschaft vor. Sie absolvierten neben dem Training im heimischen Dojo bei Bundesstützpunkttrainer Henry Landeck (6. Dan) auch mehrere Wochenend-Einheiten im Bundesleistungszentrum in Bottrop unter der Leitung von Nationalcoach Thomas Schulze. Das harte Training sollte sich auszahlen.
Beim Kata-Mannschaftswettbewerb gingen Roman Toponar, Christoph Röthlein und Christian Ollert zum ersten Mal im Juniorenbereich an den Start. Mit einem Vorsprung von sieben Zehntel Punkten wurde das Trio mit der Kata Kanku-Sho ("Kleine Himmelsbetrachtung") vor Ungarn Europameister. Bronze ging an das Team aus Belgien. Alle drei waren bereits in der Jugendklasse Europa- und Vize-Europameister in der Kata (Kampf gegen imaginäre Gegner).
Im Einzelwettbewerb konnte sich Roman Toponar nach mehreren Vorrunden ebenfalls für die Finalrunde qualifizieren und mit seiner Kürkata Kanku-Sho Bronze erringen. Vereinsgefährtin Franziska Meixner erkämpfte sich mit den Juniorinnen des DJKB im Kumite-Teamwettbewerb (Freier Kampf) eine weitere Bronzemedaille. Oleg Gorjunow wurde von Teamchef Thomas Schulze im Kumite eingesetzt. Hier traf die Mannschaft des Deutschen JKA-Karatebundes in der Vorrunde auf die Auswahl der Schweiz. Die Eidgenossen waren an diesem Tag nicht zu schlagen, warfen das deutsche Team aus dem Rennen und wurden am Ende Europameister. Mit dem Gewinn des EM-Titels und von zwei Mal Bronze haben die Schützlinge von Henry Landeck an diesem Tag entscheidend zur positiven Medaillenbilanz des Deutschen JKA-Karatebundes beigetragen, der damit seine Spitzenposition im europäischen Karatesport erneut unter Beweis stellen konnte.