Sechs Jahre musste man sich beim FC Ludwigschorgast mit der Fußball-A-Klasse zufrieden geben. Immer wieder nahm der ehemalige Bezirksoberligist (1989 bis 1992) seit dem Abstieg 2011 die Rückkehr in die Kreisklasse in Angriff. Zwei Mal (2013, 2016) war der FC als Dritter nahe dran, in den drei anderen A-Klassen-Spielzeiten allerdings weit weg von den Plätzen 1 und 2.

In dieser Saison war der ASV Marktschorgast schärfster Titelkonkurrent. Die Vorentscheidung fiel im Rückspiel zwischen den beiden Top-Klubs am 12. März. Vor 180 Zuschauern schockte der Marktschorgaster Torjäger Beithner die Gastgeber mit der frühen Führung (3.). Doch drehte der FC Ludwigschorgast einen frühen 0:1-Rückstand. Doch Walther (8.) und Sader (35.) drehten noch vor der Pause den Spieß zum 2:1-Endstand um.
Mit dem 6:1 am vorletzten Spieltag im Derby beim TV Guttenberg machte die Mannschaft um Spielertrainer Oliver Schedewie die erste Meisterschaft seit 1999 perfekt. Der letzte Aufstieg datiert auf das Jahr 2009, als der FC mit Spielertrainer Detlef Kastner in der Relegation zur Kreisklasse den TSC Mainleus II schlug.


Bislang eine Verstärkung

Der junge FC-Vorsitzende Andreas Vogler traut der Mannschaft, die zusammenbleibt, in der Kreisklasse einen Mittelfeldplatz zu. Christopher Schubert (FC Kupferberg) ersetzt als Spielertrainer Meistermacher Oliver Schedewie, der sein Amt aus beruflichen Gründen niederlegt, aber weiter als Spieler zur Verfügung steht.

Als Verstärkung steht bislang der Ex-Pressecker Sebastian Kremer fest, der zuletzt beim Kreisklassisten SSV Kasendorf II spielte. Vogler, der erst seit 8. Januar im Amt ist, zollt dem Team ein dickes Lob und dankt besonders seinem Vorgänger Christian Diller, "dessen beharrliche Arbeit in den vergangenen Jahren diesen Erfolg letztlich mit ermöglicht hat".

"Die Mannschaft hat eine überragende Saison gespielt", betont Sportlicher Leiter Thomas Popp. 24 Siege, zwei Unentschieden und nur zwei Niederlagen (beide gegen den SV Hutschdorf) bei einem Torverhältnis von 89:15 sind eine "Hausnummer". Dafür wurde zweimal gegen den schärfsten Verfolger ASV Marktschorgast gewonnen. Die Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern habe sich nach seinen Worten bestens bewährt. Am Ende hatte der FC acht Punkte Vorsprung auf die Marktschorgaster.


Kameradschaft, Disziplin, Glück

Oliver Schedewie lobt das Kollektiv und die Stärken in allen Mannschaftsteilen. Daneben haben die gute Kameradschaft, Disziplin und das Glück, von Verletzungspech verschont geblieben zu sein, zum Erfolg beigetragen. "Auch von der Vorhersage der meisten Vereine, dass wir Top-Favorit sind, haben wir uns nicht beirren lassen. Und die Mannschaft hat den Fußball gespielt, den ich mir vorgestellt habe."

Eigentlich möchte Schedewie keinen Spieler der Meistermannschaft herausheben, nennt dann aber doch Domingo Sader, der sich zum Leistungsträger entwickelt habe und mit zwölf Treffern die meisten neben Sascha Graf (13), Christian Limmer (10) und Patrick Walther (16) erzielt hat.