Detroit/Kirchleus — Haase nahm auf der von Bodenwellen und Schlaglöchern übersäten Piste das freie Training in Angriff, um festzustellen, dass noch einiges an Set-Up-Arbeit am Audi R8 LMS nötig war. "Wir haben in den beiden freien Trainings sehr viel an den Einstellungen ändern müssen. Am Ende lief es dann schon ganz gut, allerdings konnten wir die Performance nicht ins Qualifying mitnehmen."
Das bedeutete am Ende des Zeittrainings nur Platz 12 in der GTD-Kategorie und keine besonders gute Ausgangsposition für die Mannschaft von Paul Miller Racing. Das Team führte im Warm-Up noch einmal einige Veränderungen am Set-Up durch, was den erwünschten Erfolg brachte. "Diese Kleinigkeiten haben sich äußerst positiv ausgewirkt", sagt Christopher Haase, der seinem Kollegen Bryce Miller beim Start zusah: "Wir hatten einen problemlosen Start. Das neue Set-Up ermöglichte es uns, von den Rundenzeiten her den Anschluss an die Spitze herzustellen."

Brillante Strategie

Wie schon in Laguna Seca konnte das Team dann dank einer brillanten Strategie und einer grandiosen Aufholjagd von Christopher Haase auf das Podium fahren, wo der Kirchleuser nach dem Rennen jubeln durfte. "Nach gerade einmal 35 Minuten gab es die erste Safety-Car-Phase, was wir sofort zum Pit-Stop mit Reifenwechsel, Tankstopp und Fahrerwechsel genutzt haben. Die Jungs von Paul Miller Racing haben perfekt und blitzschnell gearbeitet, wodurch wir schon in den Boxen einige Plätze gut gemacht haben." Während der Re-Start-Phase bekam Haase per Funk die richtigen Infos zur richtigen Zeit. "So konnte ich beim Umspringen der Ampel von Gelb auf Grün gleich einige Konkurrenten überholen." Der 26-Jährige erzählt: "Zum Ende hin wurde es extrem spannend, ich war an der Spitze dran. In den letzten 30 Minuten ging es zur Sache, Stoßstange an Stoßstange durch Detroit, wo man sich beim Beschleunigen auch mal gerne an die Wände anlehnt." Am Ende sprang für Haase/Miller immerhin der 3. Platz unter 21 Fahrzeugen heraus. "Wenn wir bedenken, von welcher Startposition wir ins Rennen gegangen sind, dann ist das das Maximum." Doch demnächst soll es schon ein bisschen mehr sein, meint Christopher Haase. "Der Audi lief wieder einmal völlig problemlos, so sollte der Sieg nur mehr eine Frage der Zeit sein."
Christopher Haase fiebert nun dem Saisonhöhepunkt entgegen. Vom 19. bis 22. Juni startete er wieder beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring, das er 2012 gewinnen konnte. M.W.