Die Faustballerinnen des ATS Kulmbach sind beim Auswärtsspieltag in Hirschfelde wieder auf die Erfolgsspur zurückgekehrt. Sie haben sowohl Gastgeber Hirschfelde als auch Bretten geschlagen. Vor allem der Erfolg über Hirschfelde, ein direkter Konkurrent um die DM-Plätze, war Gold wert, der Sieg gegen Bretten dann Formsache.
Überraschend steht der Aufsteiger aus Vaihingen/Enz an der Tabellenspitze der 1. Bundesliga/Süd. Zwar kassierten die Vaihinger gegen Dennach ihre erste Saisonniederlage, doch aufgrund des besseren Satzverhältnisses steht der Bundesliganeuling auf Rang eins. Der ATS rangiert aktuell auf Rang sechs.

Schlechte Vorzeichen

Gleich im ersten Spiel kam es zur Spitzenbegegnung Hirschfelde gegen Kulmbach. Erst einmal hat der ATS gegen die Sachsen gewonnen, und zunächst sah es wieder nach einem Sieg Hirschfeldes aus. Die ATS-Frauen wirkten nervös, der Spielaufbau war zerfahren. Viele Abstimmungsprobleme und einfache Fehler im Angriff prägten das Spiel im ersten Satz. Kulmbach verlor den Auftaktdurchgang mit 9:11.
Mit zunehmender Spieldauer wurde das Spiel immer besser. Die Defensivreihe mit Nina Vonbrunn und Elena Ziegler wurde stärker und hatte gehörigen Anteil am 13:11-Satzgewinn. Der Satzausgleich gab dem ATS noch mehr Selbstvertrauen. Zweitangreiferin Silvia Jakobi bestätigte ihre gute Leistung vom letzten Spieltag und punktete immer wieder im gegnerischen Spielfeld. Satz drei ging mit 11:8 an den ATS.

Jetzt kam Olga Blehm

Im vierten Durchgang nahm zu Beginn wieder der FSV Hirschfelde das Zepter in die Hand und ging mit 9:6 in Führung. Dann begann aber die Zeit von ATS-Angreiferin Olga Blehm. Mit starken Angaben und Spielschlägen glich Blehm die Partie wieder aus. Der ATS kämpfte leidenschaftlich um jeden Punkt und konnte dann auch noch Satz vier mit 15:13 in der Satzverlängerung gewinnen.

Eine neue Formation

Im Spiel gegen Bretten baute Trainerin Silke Eber ihr Team komplett um. In der Defensive spielten nun Kristin Scholze und die Chilenin Lorena Mödinger. Blehm und Jakobi tauschten im Angriff die Positionen. Nach ein paar Startschwierigkeiten nahm Kulmbach auch in der neuen Formation das Heft in die Hand. Mödinger und Scholze kamen immer besser ins Spiel und leiteten gekonnt die Spielzüge ein. Mit 11:6 ging der Auftaktsatz klar an den ATS. Im zweite Durchgang dominierte Kulmbach weiterhin das Geschehen. Eine an diesem Tag glänzend aufgelegte Zuspielerin Jasmin Fischer setzte das Angriffsduo Jakobi und Blehm immer wieder gekonnt in Szene. Logische Folge war der 11:4-Satzerfolg. Im dritten Durchgang ließ die Konzentration im Spiel aufgrund der klaren Überlegenheit ein wenig nach. Am Ende holte sich der ATS aber auch den letzten Satz mit 11:8.

"Anschluss geschafft"

"Nach dem verkorksten Saisonauftakt mussten wir heute unbedingt punkten. Wir waren dem Druck gewachsen und haben gegen Hirschfelde phasenweise sehr gut gespielt", lobte ATS-Trainerin Silke Eber ihr Team, die sich darüber freute, dass "der Anschluss in der Liga damit wieder halbwegs geschafft ist".
Nach einer nun vierwöchigen Pause trifft der ATS auf Calw und Karlsdorf.
ATS Kulmbach: Olga Blehm, Silvia Jakobi, Jasmin Fischer, Nina Vonbrunn, Elena Ziegler, Kristin Scholze, Lorena Mödinger.