Es herrschte fast eine familiäre Atmosphäre Dienstagabend im Deutschen Dampflokomotiv-Museum in Neuenmarkt. Kerzenlicht, gedämpfte Unterhaltungen, die rund 20 Wegbegleiter von Klaus Peter Söllner kennen sich gut aus vielen gemeinsamen Jahren in der Kommunalpolitik.

Vom Kulmbacher Oberbürgermeister Henry Schramm über viele Bürgermeister und Bezirksmedaillenträger bis hin zu Söllners Ehefrau Ilse - sie alle waren gekommen, um der Verleihung der Ehrenmedaille des Bezirks Oberfranken in Silber an den Kulmbacher Landrat beizuwohnen.

Der Veranstaltungsort war ganz bewusst gewählt. Denn dass das DDM aus der oberfränkischen Museumslandschaft nicht mehr wegzudenken ist, sei ein Verdienst von Klaus Peter Söllner, betonte Bezirkstagspräsident Günther Denzler in seiner Laudatio.

Zugkraft wie eine Dampflok

Doch nicht nur das: Als Politiker stehe Söllner wie eine Lok ständig unter Druck. Wie eine Dampflokomotive müsse er hohe Zugkraft besitzen, wenn es gilt, schwierige Hindernisse zu überwinden und Menschen von den eigenen Ideen zu überzeugen. Doch einen großen Unterschied machte er aus: "Während die Dampflok nostalgischen Charakter hat und nur noch Ausstellungsstück ist, sind Kommunalpolitiker in Zeiten der Globalisierung wichtiger denn je."

Wie das im Fall von Klaus Peter Söllner aussieht, erklärte Denzler gleich mit: Der Kulmbacher Landrat stärke nicht nur die Wirtschaft und die regionalen Standortfaktoren, sondern habe auch den Bildungsstandort Kulmbach weiterentwickelt. Die neue Lehrbrauerei in der "Hauptstadt des Bieres" sei da fast schon Ehrensache.
Zudem habe Söllner, der seit 1996 im Amt ist, viele Fördergelder und Arbeitsplätze in die Region gebracht. Als zwei herausragende Beispiele nannte er die Sanierung von Schloss Thurnau und das Brauerei-Projekt Hölzel in Neudrossenfeld.

Das Fazit von Denzler: "Als Kommunalpolitiker ist man auch Marketingmananger seines Wirkungskreises. Sie erfüllen diese Aufgabe mit Freude und werden nicht müde, die Stärken der Region selbstbewusst zu vertreten und das Image des Landkreises zu pflegen." Nicht umsonst habe die Bezirkstagsfraktion der Freien Wähler Söllner für die Auszeichnung vorgeschlagen.

Söllner sichtlich bewegt

Söllner selbst war sichtlich ergriffen von der Auszeichnung. "Auf diese Medaille darf man stolz sein." Für jeden Besucher hatte er ein nettes Wort, auf eine lange Rede verzichtete er bewusst: "Ich wollte nicht 1000 Grußworte, sondern eine kurze, knackige Ehrung." Das ist ihm perfekt gelungen.

Entsprechen gab es nur einen Grußredner für alle: Hausherr Bürgermeister Siegfried Decker aus Neuenmarkt verwies auf die Verbundenheit Söllners mit dem DDM, auf viele Sitzungen und Planungsgespräche, die den hohen Stellenwert des Museums bei Söllner unterstrichen.