Zum Glück, denn die Menschheit hat einfach keine Lust mehr auf persönlichen Kontakt mit Zeitgenossen. Wie hat sich eine Kundin doch neulich aufgeregt, als sie in der Dorfmetzgerei freundlich mit Namen begrüßt wurde. "Datenschutz!!!", ereiferte sie sich.

Oder beim Arzt: Die ersten Praxen sollen schon dazu übergegangen sein, an ihre Patienten Nummern zu vergeben, um sie im Wartezimmer bloß nicht namentlich aufrufen zu müssen. Gescheitert ist dagegen der Versuch, nach Krankheiten ("Bitte der Herr mit den Erektionsproblemen in Kabine 2 und die Frau mit den undichten Silikon-Brüsten in die Kabine 3") aufzurufen.

Auch bei den Sportvereinen ist man durch die Datenschutzgrund-Verordnung aufgeschreckt. So hat jüngst ein Pressewart in seinem Spielbericht vorsichtshalber die Namen der Gegner weggelassen - Sie ahnen, warum ...

Wir schreiben das Jahr 2030. Der Fortschritt hat gesiegt: Metzgereien, Bäckereien oder Wirtshäuser gibt es nur noch in Museen. Aus Datenschutzgründen wurden alle Namen abgeschafft und durch 17-stellige Code-Nummern ersetzt - ein Vorschlag von Facebook, Google, Amazon & Co. So tut sich der Computer einfach leichter, jedem Erdenbürger zweifelsfrei sein Konsum-Profil zu erstellen. Damit die Drohne die Leberwurst und den Schinken nicht an den falschen Hans Müller liefert.