Es nieselt und tröpfelt: Kapuzen werde hochgezogen. Auf dem expeditionstauglichen Stoff perlt der Regen ab.
Dann schüttet es plötzlich wie aus Eimern. Nun gehen die Regenschirme auf. Und mir ein Licht: So edle Microfaser-Kleidung von Jack Wolfskin, Mammut oder North Face kann sich nur leisten, wer woanders spart. Am Regenschirm zum Beispiel.

Richtig edle Teile sind da nicht dabei. Der eine macht regennasse Werbung für ein Autohaus, der andere bildreiche Reklame für eine österreichische Ferienregion. Besonders sehenswert ist Omas Erbstück, das nach vermutlich jahrzehntelangem Einsatz zwar ausgeblichen und verbeult ist - aber offensichtlich immer noch wasserdicht.

Auch in meiner Tasche steckt ein Notfall-Regenschirm. Wie alt der ist, lässt sich nicht nachvollziehen. Eine Großmutter hatte ihn schon im Gebrauch. Nun liegt er meistens tief unten in meinem Wanderrucksack. Das Gestell stabil und beulenfrei. Das Muster.... naja. Grüne,blaue und beige Karos sind nicht jedermanns Geschmack.

Aber ich habe mal gegoogelt: Solche Schirme kann man heute wieder kaufen. "Retro-Style" nennt sich das Design. Und seitdem ich das weiß, hat mein Uralt-Schirm für mich doch wieder einen gewissen Charme.