Und das ausgerechnet an dem Tag, an dem das Stadtsteinacher Fitness-Studio seinen 21. Geburtstag hat: Der Brand einer Sauna in dem Gebäude in der Bahnhofstraße sorgt für einen Großeinsatz der Rettungskräfte.

Roger-Lee Müller steht vor dem Gym 80 und beobachtet den Einsatz der Rettungskräfte. Er ist der Betreiber der Fitness-World in Stadtsteinach, wo am Montag gegen 17.30 Uhr das Feuer ausbrach.

"Ich habe die Sauna um 17 Uhr eingeschaltet und anschließend im Büro gearbeitet", erzählt Müller. Dann habe er Rauch bemerkt, beißenden Gestank. Die Sauna, die sich im hinteren Teil des Gebäudes befindet, brannte.

Einen Löschversuch startet Roger-Lee Müller selbst noch - vergeblich. "Durch die Hitze gab es eine regelrechte Explosion, die Glastür zersplitterte."

Er informiert die zehn bis 15 Besucher des Studios, die von dem Unglück noch nichts mitbekommen haben. Durch eine Nottür seien alle wohlbehalten nach draußen gelangt, berichtet der Studio-Betreiber weiter.

Die Situation hätte sehr schnell kritisch werden können. Denn unter der Sauna befinden die Öltanks für die Heizung. Dazu die Gebäudedämmung mit Glaswolle und das Holzgebälk. "Ich bin den Einsatzkräften von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst für ihre schnelle Hilfe sehr dankbar", betont Roger-Lee Müller, der hofft, dass wenigstens die Unterlagen und Daten im Büro nicht vernichtet wurden.

"Bei unserem Eintreffen Drang Rauch aus den Fenstern und Türen", berichtet der Pressesprecher der Landkreiswehren, Yves Wächter. Zwei Räume seien ausgebrannt - neben der Sauna auch noch das Solarium.

Beide Räume sind schwarz vom Ruß, Fenster zerstört, Türen verzogen. Der Raum mit den Fitness-Geräten ist vom Feuer wohl nicht beschädigt worden. Von außen scheint das Gebäude weitgehend intakt.

Ein Großaufgebot von Feuerwehren aus Stadtsteinach und Umgebung, aber auch aus umliegenden Gemeinden sei nach Stadtsteinach gekommen, die Feuerwehr Kulmbach mit der Drehleiter angerückt. "Die anfängliche Meldung lautete: Personen in Gefahr", berichtet Yves Wächter weiter.

Insgesamt waren 110 Feuerwehrleute im Einsatz, den Kommandant und Kreisbrandmeister Manuel Steinl aus Stadtsteinach leitete. Dazu kam das BRK mit 25 Leuten unter der Führung von Frank Wilzok.

Ein Feuerwehrmann erlitt nach Polizeiangaben eine leichte Rauchvergiftung. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache übernommen.

An der Unglücksstelle informierten sich Landrat Klaus Peter Söllner (ein Stadtsteinacher) und Bürgermeister Roland Wolfrum über den Einsatz. Wolfrum: "Mein erster Gedanke war: Hoffentlich ist niemandem was passiert. Als von der Feuerwehr Entwarnung kam, war ich beruhigt." Was bleibe, sei ein Sachschaden, der natürlich ärgerlich sei.

Sein Lob galt den Feuerwehren. Bei dem Einsatz habe sich gezeigt, dass das Zusammenspiel funktioniere und selbst ein Vollbrand nicht zu einer Katastrophe führen müsse.