Zum Beispiel auf Seite 12 der Bayerischen Rundschau vom 6. Dezember, wo ein Interview meines Kollegen Jochen Nützel mit den Referenten der Infoveranstaltung "Tatort Internet" zu lesen war. Es ging um die Gefahren bei der Kommunikation 2.0, deren Pro tagonisten nichts unversucht lassen, via Facebook, Twitter, Whats App & Co. möglichst einem Millionenpublikum alles über sich mitzuteilen.

Etwa die Teenager, die vor einer Disco bei Bayreuth ein Pärchen beim Sex auf der Motorhaube gefilmt und das Video sofort online gestellt hatten. "Pubertät 2.0" schlagwortete Kollegin Natalie Schalk in ihrem Beitrag "Der Lolita-Schock" (BR, 5. Dezember).

Die Popularisierung von 2.0 hat der irische Software-Entwickler Tim O'Reilly eingeleitet. Er definierte Web 2.0 schon im Jahr 2006 und sprach dabei auch von einer "Veränderung in der Geschäftswelt".

Beispiel Eon 2.0. So heißt das "Effizienzsteigerungsprogramm" unseres großen Energieversorgers, das den Abbau von 11.000 Arbeitsplätzen zur Folge hat. Nix Gescheites also, dieses 2.0.

Was wäre eigentlich Bayerische Rundschau 2.0? Also, in der Redaktion säße dann niemand mehr. Wer etwas veröffentlicht haben will, sendet seinen Text einfach mit dem iPhone 2.0 an BR-online-2.0, woraufhin am Kindle 2.0 unserer Leser 2.0 der Text sofort paperwhite sichtbar wird.

Na ja, an diese Entwicklung glaube ich jetzt nicht ganz. War ja auch bloß saudummes Gewaaf 2.0.