Ein 58-jähriger polnischer Lkw-Fahrer nahm im Kurvenbereich etwa drei Kilometer vor dem Parkplatz Streitau ein Streufahrzeug der Autobahnmeisterei Münchberg zu spät wahr und verriss sein Lenkrad nach links, wie die Polizei mitteilt. Hierdurch verlor er die Kontrolle über seinen Sattelzug und durchbrach die Betonleitwand, schlitterte ca. 80 Meter auf ihr entlang und blieb mit der gesamten Zugmaschine auf der Mittelbetonleitwand stehen.

Dabei riss er sich beide Tanks auf, so dass aus dem mit über drei Tonnen Schokolade beladenen Lkw knapp 700 Liter Diesel austraten. Aufgrund dessen wurde die A9 zunächst in beide Richtungen für ca. zwei Stunden gesperrt.

Die teilweise Sperrung in Richtung Süden wird sich noch bis in die Mittagsstunden hinziehen. Derzeit staut sich der Verkehr in Richtung München. In Richtung Norden blieb die linke Fahrspur bis zum Ende der Bergungsmaßnahmen gesperrt.

Der Fahrer blieb unverletzt, der entstandene Sachschaden wird derzeit auf über 50.000 Euro geschätzt. Die Schokolade muss nach derzeitigem Stand zur Bergung des Lkw nicht umgeladen werden.

Die Integrierte Leitstelle Hochfranken teilte mit, dass die eingesetzten Kräfte der Feuerwehr teilweise Probleme hatten, durch die Rettungsgasse zu gelangen. Insbesondere die nachgeforderten Kräfte zur Beseitigung des ausgelaufenen Diesels hatten mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Die Polizei fordert alle Verkehrsteilnehmer dringend auf, die Rettungsgasse während der gesamten Zeit eines Staus aufrecht zu erhalten.