Wenn das Einkommen der Eltern sehr gering ist, steht auch für Kinder oft kaum genug Geld für das Nötigste zur Verfügung. Unbürokratisch und effektiv hilft in solchen Situationen der Kinderfonds des evangelischen Dekanats Kulmbach.

Das Budget des Kinderfonds war im vergangenen Jahr stark geschmolzen, Spenden blieben aus. Doch mit der Adventsaktion der BR hat sich das Blatt nun gewendet: 2400 Euro zahlten die Leser der Bayerischen Rundschau auf das Konto unseres Spendenvereins "Franken helfen Franken" ein.

Dazu griffen weitere Organisationen die Idee auf und stockten das Budget des Kinderfonds auf: Von den Rotariern gab es 4400 Euro, ein privater Spender legte noch einmal 400 Euro drauf. So kamen insgesamt 7200 Euro in die Fondskasse. "Damit können wir mindestens 144 Kinder unterstützen", strahlte Pia Schmidt bei der Spendenübergabe durch BR-Redaktionsleiter Alexander Müller.


Dankeschön an die Spender


Dass ein so hoher Betrag zusammengekommen sei, verdanke man in erster Linie den großzügigen Spendern, denen Alexander Müller dafür ein großes Dankeschön aussprach. Er wünsche sich, dass mit dem Geld möglichst vielen Kindern geholfen werden könne.

Die Bayerische Rundschau habe gemeinsam mit "Franken helfen Franken" schon viele Projekte unterstützen können. Bei der ersten Adventsaktion 2013 gab es knapp 1100 Euro für das Kulmbacher Jugendrotkreuz, der Erlös einer Stadtführung durch Erich Olbrich ging an den schwer behinderten Dominik Huber aus Burghaig, 2000 Euro aus der BR-Stadtwette zum Altstadtfest bekam Heiko Hohner, und die Versteigerung des WM-Fußballs brachte im Herbst 1161 Euro für den Familientreff der Geschwister-Gummi-Stiftung ein.


"Das ist großartig!"


Pia Schmidt bedankte sich herzlich für die Unterstützung. Mit ihr freuen sich auch viele bedürftige Familien. Steffi Wolf hatte uns im Rahmen der Berichterstattung über die Aktion ihre Geschichte erzählt und ist froh, dass sie damit einen Beitrag dazu leisten konnte, dass der Kinderfonds die nötige Aufmerksamkeit bekam. Ihren Töchtern Lea (8 Jahre) und Lena (10) konnte sie dank der finanziellen Hilfe durch den Kinderfonds dringend benötigte Winterstiefel kaufen. "Es ist großartig, dass es so etwas gibt!"

Kleinigkeiten, die für ihre Altersgenossen selbstverständlich sind, wie ein Schwimmbadbesuch, ein paar neue Schuhe oder eine Schultasche, stellen für Kinder aus Hartz-IV-Familien einen unerschwinglichen Luxus dar. Der Kinderfonds schließt solche Lücken.

Zuschüsse aus dem Kinderfonds gibt es ganz unbürokratisch - bis zu 50 Euro pro Kind, bei zwei und mehr Kindern einer Familie maximal 100 Euro.

Die Vorlage eines Geringverdiener-Bescheids und der Quittung für die Anschaffung reicht aus. Allerdings muss zuerst der Antrag bei Pia Schmidt gestellt werden. Erst dann darf das Benötigte gekauft werden.

Ausgezahlt wird die Hilfe im Familientreff. Hilfesuchende können sich dort telefonisch unter 09221/80118-20 melden und einen Termin vereinbaren.