Während der Umbau der ehemaligen Raiffeisenlagerhalle zum "RugenDorfladen" auf vollen Touren läuft, ist organisatorisch ein weiterer wichtiger Schritt getan: Die Genossenschaft, die den Laden betreibt, ist nun offiziell ins Genossenschaftsregister eingetragen. "Damit sind wir voll handlungsfähig", sagt Vorstand Günther Kraus.

Schon in den nächsten Tagen werden die Genossenschaftsmitlieder ein Schreiben des Vorstands erhalten. Darin werden sie gebeten, die zugesagten Einlagen zur Finanzierung des Projekts zu überweisen. "Das Konto bei der Kulmbacher Bank ist eröffnet", betont Kraus und macht zugleich deutlich, dass jederzeit weitere Einlagen gezeichnet werden können.

Der Mindestbetrag liegt bei 50 Euro. Formulare dafür sind direkt in der Kulmbacher Bank in Rugendorf neben dem künftigen Dorfladen erhältlich oder über die Gemeindeverwaltung, die beiden Vorstände Günther Kraus und Matthias Rödel oder die Aufsichtsratsmitglieder der Genossenschaft zu bekommen.

Tag der offenen Tür

Für den kommenden Samstag, 7. Juni, ist ein erster Tag der offenen Tür im "RugenDorfladen" vorgesehen. Zwischen neun und zwölf Uhr können sich alle Interessenten über den Baufortgang auf rund 200 Quadratmetern Fläche informieren und die Vorstandsmitglieder zu dem Projekt befragen, das im September eröffnet werden soll.

Bis dahin haben die Männer am Bau noch einiges zu tun. Fenster und Türen - gespendet von der Schreinerei Schnaubelt - sind inzwischen eingebaut, der Estrich verlegt und die Deckendämmung montiert. Der barrierefreie Zugang zum "RugenDorfladen" ist soweit fertig, dass der Anbau für das Anlieferungslager und das Büro in Angriff genommen werden kann.

Bauhofvorarbeiter Helmut Wunder hat inzwischen den Wasseranschluss hergestellt. Am gestrigen Freitag hat er nach den notwendigen Aufgrabungsarbeiten den Pflasterbelag im weitläufigen Hofraum wiederhergestellt.

Raumabteilung beginnt

In der kommenden Woche wird mit der Elektroinstallation begonnen, die Harald Hohner zusammen mit freiwilligen Helfern ehrenamtlich erledigt. Parallel dazu erfolgt der Trockenbau mit der Abtrennung der Räume - unter anderem für die Kunden- und Personaltoiletten.

Offen in den rund 160 Quadratmeter großen Ladenbereich integriert werden ein Bistro sowie eine Lotto- und Paketannahmestelle, die in der Nähe der Theke der Bäckerei Dumler und der Wurstwarentheke zu finden sein werden. Neben Nahrungsmitteln wird es auch ein großes Sortiment von Artikeln der Grundversorgung im "RugenDorfladen" geben.

Die beiden Vorstände Günther Kraus und Matthias Rödel gehen davon aus, dass der Genossenschaftsladen im September eröffnet werden kann. Bis dahin sind auch noch ein Geschäftsführer sowie zunächst drei Teilzeitkräfte für den Ladenbetrieb einzustellen.

Eigenleistung für 60.000 Euro

Rund 275.000 Euro werden in das Projekt investiert, wobei die Rugendorfer Eigenleistung im Wert von etwa 60.000 Euro einbringen wollen. Weitere Helfer sind auf der Baustelle jederzeit willkommen, wie Günther Kraus und Matthias Rödel unterstreichen. Sie und ihre Mitstreiter setzen außerdem bei der Ladeneinrichtung auf gebrauchte Regale und Theken, um die Kosten zu minimieren.

Dass der "RugenDorfladen" für Rugendorf und die umliegenden Orte dringend notwendig ist, davon ist Günther Kraus fest überzeugt. "Der Bedarf ist da. Rugendorf braucht eine vernünftige Versorgung mit Lebensmitteln und einer Grundausstattung mit Artikeln des täglichen Bedarfs."