Er war sichtlich gerührt: "Das ist der Ehre zu viel", sagte Rudi Hofmann, nachdem ihm Bürgermeister Dietmar Hofmann (SPD/Offene Liste) bei der Feier anlässlich seines 75. Geburtstags im Landgasthaus Frank in Berndorf zum Ehrenbürger der Marktgemeinde ernannt hatte.

Nur zwei nach dem Krieg

Welchen Stellenwert die Ehrung hat, macht die Tatsache deutlich, dass es nach dem Krieg mit Michael Held (1951) und Hans-Friedrich Hacker (1989) nur zwei Bürger gab, die diese Auszeichnung erfahren haben. "Du hast sie wahrlich verdient", sagte Dietmar Hofmann, der auf die großen Verdienste verwies, die sich Rudi Hofmann in seiner Zeit als Limmersdorfer und Thurnauer Bürgermeister erworben hat. Hofmann sei ein Mann des Ausgleichs, über die Parteigrenzen hinweg geachtet. "Irgendwie bist Du ein Typ Mensch, der - egal, wo er auftaucht - mit seiner gewinnenden Art Freunde und gute Stimmung verbreitet", sagte Dietmar Hofmann, der mitteilte, dass der Gemeinderat ihm die Ehrenbürgerwürde mit einstimmigen Beschluss verliehen hat.

Ein "Spezialdemokrat"

Von einem bescheidenen Menschen, der auch im Kreis viel bewirkt und nie großes Aufsehen um seine Person gemacht habe, sprach Landrat Klaus Peter Söllner (Freie Wähler). "Du hast die Ehrung verdient", sagte Söllner, der ebenso zu den vielen Gästen der Geburtstagsfeier gehörte wie Landtagsabgeordnete Inge Aures (SPD). "Du bist ein Garant für gute Ideen und gute Laune, ein echter Spezialdemokrat", lobte Aures Rudi Hofmann. "Ich bin stolz auf diese Auszeichnung", sagte der Jubilar, der den Ehrenbrief erhielt und sich ins Goldene Buch der Gemeinde eintragen durfte.