Zugegeben: Dieser Titel klingt hart. Aber das Radler-Dasein in Kulmbach kann frustrierend sein. Da ist ein wenig Überspitzung sicherlich verzeihlich.

Wir wollen jetzt gar nicht vom nicht vorhandenen Radwege-Konzept reden oder davon, dass Radwege bisweilen im Nichts enden.

Auch nicht davon, dass es Stellen im städtischen Straßennetz gibt, die nachts so duster sind (Stichwort: Kreuzung beim Kriegerdenkmal), dass man gut daran tut, sich und sein Fahrrad mit allerlei blinkendem und leuchtenden Zubehör aufzurüsten.

Es geht um ein Problem in den Köpfen. Da nämlich kommen Radfahrer bei manchen Menschen offensichtlich gar nicht vor. Bei den Außendienstlern einer großen Firma in der Lichtenfelser Straße nicht, die den Radweg vor dem Firmengebäude (der, um korrekt zu bleiben, eigentlich nur ein Radschutzstreifen ist), regelmäßig zuparken. Bei den Lastwagenfahrern nicht, die sich zum Be- und Entladen in der Buchbindergasse keine schönere Fläche vorstellen können als den Radweg. Bei den Bewohnern eines Wohn- und Geschäftshauses in der Pestalozzistraße nicht, die neulich am Abend, bevor die Müllabfuhr kam, eine große Zahl gelber Säcke fein säuberlich auf dem Radweg aufgeschlichtet hatten.

Und schließlich auch nicht bei den sogenannten Experten, die im Zusammenhang mit größeren Baustellen die Autofahrer mit viel Aufwand und Material über Umleitungsstrecken führen, dabei uns Radfahrer aber offensichtlich vergessen. Da nützt es dann auch nichts, wenn wir uns jede Menge blinkende und leuchtende Lichter ans Rad und an den Helm stecken!