In der vergangenen Woche ist die Wettkampfsaison 2017/2018 der PKV Kulmbach zu Ende gegangen. Bei den letzten Spielen kam in den Gesprächen der Kegler neben den sportlichen Ergebnissen auch immer wieder das Personalthema aufs Tapet. "Die Saison ist aus, und jetzt hoffen wir, dass wir einen neuen Vorsitzenden kriegen", sagte der Schlusskegler der "Schwarzen Panther", Thomas Kremer, nach der Begegnung mit Olympia 72.

Doch wer macht den neuen Vorsitzenden? Bislang wurde noch niemand gefunden, der sich für dieses Amt zur Verfügung stellen würde. Der "Alte", Michael Pöhlmann , ist mit 65 Jahren nicht mehr der Jüngste, doch das ist nicht der Grund, warum der Limmersdorfer nach zwölf Jahren an vorderster Front abdanken will.

"Ich bin ja seit einem Jahr Rentner und habe auch die Zeit dafür. Aber es ist mein Verständnis vom Ehrenamt, dass es begrenzt ist , dass es kein Job ist, denn man ausüben muss, bis man ins Grab darniedersinkt", so Pöhlmann, der nach 18-jähriger Tätigkeit auch den Vorsitz bei seinen Limmersdorfer Lindenkeglern abgegeben hat. Und mit einem neuen, vielleicht jüngeren Nachfolger würden auch neue Ideen in den Verein eingebracht, führt er ein weiteres Argument an.

Für die Mitglieder der unter dem Dach der Privat-Kegelvereinigung zusammengeschlossenen Vereine ist das Problem übrigens nicht neu. "Ich habe schon vor Jahren angekündigt, dass nach dieser Wahlperiode für mich Schluss ist", erinnert Pöhlmann an seine Aussagen bei mehreren Veranstaltungen.

Wie geht es jetzt weiter? Als nächste Veranstaltung steht die Saisonabschlussfeier an, die am 21. April um 19 Uhr im Gasthaus Räther in Oberzettlitz stattfindet. Pöhlmann: "Ich werde bei dieser Gelegenheit nochmals darauf hinweisen, dass ein neuer Vorsitzender gefunden werden muss und deshalb eine außerordentliche Mitgliederversammlung mit Neuwahlen als einzigem Tagesordnungspunkt anberaumt wird." Diese, so der 65-Jährige, sollte dann möglichst innerhalb von 14 Tagen stattfinden, alle Vereine würden dazu schriftlich eingeladen.

Der neue PKV-Vorsitzende wird nicht von einem Berg an Herausforderungen erdrückt. "Er muss die Vereinigung nach außen vertreten, zum Beispiel für den Fall, dass ein Städtevergleichswettkampf in Kulmbach stattfindet. Du musst halt vor Ort sein, die Gäste begrüßen und die Siegerehrung durchführen", erläutert Pöhlmann den Aufgabenkatalog. Gleiches gelte für die Abschlussfeier der Vereinigung und die Mitgliederversammlung, die jeweils vorbereitet und geleitet werden müssten.

Die Hauptarbeit - Spielbetrieb, Wurfscheine, Tabellenpflege - habe ohnehin Sportwart Werner Spindler, der sich für eine Wiederwahl zur Verfügung stellen würde. Auch die übrigen Vorstandsmitglieder - Kassierer Peter Sandler (LK Limmersdorf) sowie die Beisitzer Stefan Schneider (Bandlschieber Burgkunstadt), Elfriede Rehe (KC Mainleus), Roland Gebhardt (KC Herlas) und Monika Jonak (KC Melkendorf) - stehen Gewehr bei Fuß.

"Solange es gesundheitlich geht, mache ich weiter", bestätigt Spindler, der bereits sein 70. Lebensjahr vollendet hat. Wie Pöhlmann appelliert er an die Mitglieder, in sich zu gehen, damit bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung eine Lösung gefunden wird, "bevor die PKV aufgelöst wird".

Und das wäre sicher nicht im Interesse der Aktiven, die auf ihren Kegelsport noch lange ein dreifach-kräftiges "Gut Holz" ausrufen möchten.