Das Dach ist isoliert und neu gedenkt, die Spenglerarbeiten weitgehend abgeschlossen, Fenster und Türen sind erneuert, ein wärmedämmender Putz ist aufgebracht. Der Sockel ist noch in Arbeit. Aus Mitteln des Kommunalen Investitionsprogrammes gefördert werden mehr als 400 000 Euro investiert, weitere 12 000 Euro für die Innensanierung. Das Haus an sich ist nicht barrierefrei; gleich nach dem ebenerdigen rückwärtigen Eingang wird allerdings ein barrierefrei zugängliches Amtszimmer eingerichtet.
Bis zum Herbst, so Bürgermeister Siegfried Beyer in der Gemeinderatssitzung am Montagabend, "werden die Arbeiten beendet sein. Die Kosten liegen im geplanten Rahmen." Angegriffener Sandstein musste nach Rücksprache mit einer Fachfirma teilweise mit spezieller Farbe versehen werden, beantwortete er die Frage von Ludwig von Lerchenfeld (CSU), warum man die Sandsteinumrandungen "zugeschmiert" habe.
Laut Oliver Schott (SPD) hat der Gartenbauverein angeboten, nach Fertigstellung des Gebäudes für die Fenster Blumenkästen zu stiften und diese auch zu bepflanzen. Die Sanierung des Rathauses ist ein weiterer Schritt zur Attraktivierung des Pressecker Marktplatzes: nach dem Kindergarten (dem ehemaligen evangelischen Schulhaus), der Arztpraxis (dem ehemaligen katholischen Schulhaus), dem Alten Rathaus und zwei weiteren Gebäuden in Privatbesitz.
Als nächstes soll am Eingang des Marktplatzes das marode Haus Stadtsteinacher Straße 1 abgerissen werden, sobald der Förderbescheid aus dem Brachenprogramm eingetroffen ist. Dort soll eine Grünfläche entstehen - mit Ladesäulen für E-Mobile sowie Strom und Wasser für den Pizzawagen, der einmal pro Woche dort Station macht. Für den Platz, so Gerd Leinfelder (SPD), stellen sich einige Bürger eine künstlerische Gestaltung vor und bieten ihre Mitarbeit an. Nun liegen auch die Kosten für die beiden beschlossenen Buswartehäuschen am Ortsausgang an der Helmbrechtser Straße vor: 17 000 Euro inklusive Unterbau. Sie werden zur Hälfte bezuschusst.
Eine weitaus größere Baustelle tut sich für den Markt Presseck mit der Sanierung von Schulhaus, Turnhalle und Hort auf. Allein für die Planungen sind fast 69 000 Euro im Haushalt veranschlagt. Die gesamte Maßnahme beläuft sich auf rund vier Millionen Euro. Wenn Fördermittel aus dem FAG-Topf gewährt werden, bleibt der Kommune immer noch ein Eigenanteil von 1,2 Millionen Euro. Inzwischen wurde die Heizung ersetzt, die im vergangenen Winter ihren Geist aufgab.
Mit der Sanierung von Rathaus und Schule ist für den energetischen Bereich von Anfang an die Energieagentur Oberfranken involviert. Deren Geschäftsführer Wolfgang Böhm trug in diesem Zusammenhang dem Gemeinderat das Angebot eines Monitoring (konsequente Beobachtung der Verbräuche) vor. Über drei Jahre sollten nicht nur die Einsparungen nach den Sanierungen eruiert, sondern auch die Effektivität der neuen Installationen optimiert werden. Des weiteren würden die Bediener der neuen Steuerungen eingehend ausgebildet und im Rahmen eines Netzwerkes mit weiteren Kommunen Erfahrungen ausgetauscht werden. Dies würde durch ein neues Programm der Bundesregierung gefördert: Im ersten Jahr mit 70 Prozent, in den beiden weiteren mit jeweils 50 Prozent - von den jährlichen etwa 6300 Euro Kosten, die die Gemeinde treffen würden.
Der Gemeinderat wird sich mit dem Angebot der Energieagentur erst in der nächsten Sitzung befassen.