Der Verein Freunde der Plassenburg steht vor wichtigen Weichenstellungen. Die Mitglieder entscheiden am Freitag über eine neue Satzung und wählen einen neuen Vorstand. Wir sprachen mit dem designierten Vorsitzenden, Stadt- und Kreisrat Jörg Kunstmann (CSU).

infranken.de: Der bisherige Vorsitzende Markus Ewald hat angekündigt, dass er nicht mehr zur Verfügung steht. Sie sollen sein Nachfolger werden ...
Jörg Kunstmann: Ja, das ist richtig, er tritt als Vorsitzender nicht mehr an. Und alles Weitere entscheidet die Mitgliederversammlung. Wir haben aber nicht nur Neuwahlen, sondern insgesamt ein großes Programm zu absolvieren, denn wir wollen eine umfangreiche Umstrukturierung der Satzung vornehmen. Und davon mache ich meine Kandidatur abhängig. Ich werde mich nur zur Wahl stellen, wenn auch die neue Satzung verabschiedet wird.

Um welche Änderungen geht es?
Der zentrale Punkt ist, dass wir die Kräfte im Verein bündeln wollen. Der Beirat wird aufgelöst und ein großer Vorstand mit bis zu sieben Beisitzern gebildet. Es soll also nur noch ein Entscheidungsgremium geben. Dort wollen wir die Kompetenz. Bei zwei Gremien braucht man eine enge Abstimmung, das ist dann nicht mehr notwendig, weil wir direkt zusammensitzen.


Was in jüngster Zeit immer wieder für Irritationen gesorgt hat und wohl auch heute zur Sprache kommt: das Thema Samelstein. Der Verein hat die Restaurierung des Steins und die Herstellung eines inzwischen zerstörten Duplikats finanziert. Allein die Kopie hat 5000 Euro gekostet. Muss der Verein das Geld abschreiben?
Es ist schade, dass das Geld, das wir in dieses Flurdenkmal investiert haben, verloren ist. Ich gehe davon aus, dass wir rechtlich keine Handhabe haben, irgendwelche Regressansprüche geltend zu machen. Der Samelstein und die Rückführung auf die Kirchleuser Platte sind ein heiß diskutiertes Thema, gerade auch bei uns im Verein. Die ganzen Vorgänge liegen aber lange zurück - Anfang der neunziger Jahre - und sind für uns als aktueller Vorstand schwer zu durchblicken. Wir wissen auch nicht, welche Summe damals genau aufgewendet wurde und ob es sich um eine Schenkung oder eine Leihgabe handelte. Und letztlich haben auch nicht wir entschieden, dass der Stein nach Mainleus zurückkommt, sondern der Stiftungsrat des Museums, der sich mit dem Landesamt für Denkmalpflege abgesprochen hat.

Das vollständige Interview lesen Sie in der Freitagsausgabe der Bayerischen Rundschau.