Ein 54 Jahre alter Mann aus dem Gemeindegebiet Himmelkron wurde gestern in den Mittagsstunden tot aus dem Weißen Main geborgen.

Wie Udo Roppelt von der Pressestelle des Polizeipräsidiums Bayreuth mitteilte, hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen zu den Todesumständen aufgenommen. Passanten hätten gegen 11.15 Uhr den leblosen Körper im Wasser treibend entdeckt und die Polizei verständigt. Umgehend seien die Rettungskräfte ausgerückt. Man habe den Mann nach kurzer Zeit lokalisieren und aus dem Wasser bergen können. Für den 54-Jährigen sei jedoch jede Hilfe zu spät gekommen.

Die näheren Todesumstände des Mannes, so Roppelt, seien nun Gegenstand der angelaufenen Ermittlungen der Kriminalpolizei Bayreuth. Nach dem derzeitigen Stand der Untersuchung gebe es jedoch keinen Hinweis auf ein Gewaltverbrechen.

Kommandant Daniel Kohl von der Feuerwehr Lanzendorf war einer der Einsatzkräfte: "Wir wurden gegen 11.30 Uhr über die Leitstelle Bayreuth informiert: ,Person im Wasser'. Dann sind die Feuerwehren von Himmelkron und Lanzendorf ausgerückt. Wir waren nach zehn Minuten mit 30 Leuten am Einsatzort."

Auch der Kommandant schildert, dass für den 54-Jährigen jede Hilfe zu spät kam: "Wir haben die Person leblos im Wasser vorgefunden und in Ufernähe geborgen. Wenig später kam der Rettungshubschrauber, der Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen. Die Kriminalpolizei Bayreuth war vor Ort, hat die Ermittlungen aufgenommen und alles Weitere geregelt."

Für die örtlichen Feuerwehr-Einsatzkräfte war die Bergung des 54-Jährigen insoweit tragisch, weil ihn alle gekannt hatten. Daniel Kohl: "Es war in der Hinsicht auch ein belastender Einsatz für uns."

Dem Vernehmen nach fand im Sportheim des SV Lanzendorf eine Geburtstagsfeier statt, die auch von der tot aufgefundenen Person besucht wurde. Der Mann soll die Feier in den frühen Morgenstunden verlassen haben. Wie er in den Weißen Main gelangte, darüber können gegenwärtig nur Vermutungen angestellt werden. Möglich ist, dass er in unmittelbarer Nähe des Ufers ausrutschte und ins Wasser fiel, dabei eine Platzwunde am Kopf erlitt und dann das Bewusstsein verlor.

Etwa 300 Meter vom Sportheim des SV Lanzendorf entfernt wurde der Körper flussabwärts getrieben und an der strömungsabgewandten Seite im flachen Wasser von einem Baum aufgehalten. Männer der Feuerwehr stiegen mit Watthosen in den an dieser Stelle knapp 1,50 Meter tiefen Fluss, um den Toten zu bergen. Kommandant Kohl: "Sie stellten fest, dass kein Puls mehr vorhanden vor. Dann kam auch schon der Notarzt."