Für den Oberbürgermeister ist es "das Fest der Feste" in der Stadt, der Höhepunkt noch vor Altstadtfest und Sternfahrt. "Viele Kulmbacher, die teils in aller Welt verstreut sind, kommen zur Bierwoche wieder heim", sagte er. Aber auch viele Gäste aus nah und fern würden hier ausgelassen feiern. Das Ziel ist klar: "Wir wollen, dass die Leute sagen: ,Schön war's wieder.'"

Der Vorstands-Sprecher der Brauerei, Markus Stodden, verwies auf den einmaligen Charakter der Bierwoche mit über 120 000 Besuchern: "Es gibt wenig Feste, die vergleichbar sind, bei denen Jung und Alt neun Tage so zusammen feiern. Und bei denen es kein Fahrgeschäft gibt. Bei uns dreht es sich nur um eins: den reinen Genuss, das Kulmbacher Bier."

Ehe Stodden die Festwirte vorstellte und mit Tränen in den Augen an den vor kurzem verstorbenen Festwirt Günter Limmer erinnerte, verriet er noch, dass rund 200 Personen im Stadel arbeiten. Nach der Premiere im vergangenen Jahr sei am Festzelt nur wenig verändert worden.

Bierwochen-Organisator Michael Schmid gab bekannt, dass sich am Samstag um 10 Uhr wieder der Festzug zum Rathaus bewegt. Nach der Begrüßung gehe es zum Stadel, wo Oberbürgermeister Schramm seinen 13. Anstich durchführen wird. Um 11 Uhr sei die Bierwoche offiziell eröffnet.

Drei Bands werden laut Schmid zum ersten Mal abends auftreten: die Fetzentaler (Samstag), die Münchner Zwietracht (Sonntag) und der zwölfköpfige Aalbachtal-Express (Dienstag). Tagsüber spielen Musikvereine aus der Region.

Vor acht Wochen hat Hermann Nothhaft, der Leiter Technik und Qualitätssicherung bei der Brauerei, die Festbiere eingebraut, die er bei einer Verkostung vorstellte. Was die Biere auszeichne, seien die sorgfältig ausgewählten Rohstoffe aus der Region. Schon zum 30. Mal präsentiere er die Biere, sagte er. Von Routine sei aber noch nichts zu spüren. "Es kribbelt immer noch".