Normal ist eine monatelange Hitzephase in unserer Region nicht. Für die Natur ist die Kombination aus Gluthitze und null Regen Stress pur. Als Gärtnerin, die ihre Gemüse, Blumen und Sträucher liebt, habe ich natürlich alles versucht, um das Defizit auszugleichen. In den ersten Wochen konnte ich dafür noch die gut gefüllten Regenfässer plündern. Doch der letzte darin Tropfen ist lang verbraucht.

Nachschub von oben? Fehlanzeige. Also muss Leitungswasser her, damit Gemüse und Kräuter, Blumen und Buchseinfassungen keinen Schaden nehmen. Mittlerweile müssen sogar die Obstbäume zwischendurch mal eine Wasserspende bekommen, damit sie das halbreife Obst nicht einfach abwerfen.

So extrem die Situation ist, so lehrreich ist sie auch: Sie zeigt mir, welche Pflanzen stressfest sind, nicht ständig meine besondere Aufmerksamkeit brauchen und gerne von Insekten besucht werden. Sie machen die Beete gleichzeitig schön,naturnah und pflegeleicht. Was will ich mehr?
Und das sind meine Favoriten: Ringelblumen, Lavendel, Sonnenhut, Margeriten, Rosen, Pfingstrosen und Astern. Die genügsamsten Überlebenskünstler sind die mediterranen Kräuter, die Hauswurze und zahlreichen Sedum-Arten, die auch bei Sahara-Sonne verschwenderisch blühen.

Klarer Fall: Diese Pflanzen werde ich weiter vermehren. Supersensible Prinzessinnen dagegen brauche ich nicht. Nur die Harten bleiben im Garten!