Nach dem Gottesdienst um 11 Uhr öffnete der Markt mit zahlreichen Verkaufsständen seine Pforten. Viele Stadtsteinacher Vereine waren mit von der Partie und hatten sich bei der Zubereitung von Glühwein und Plätzchen, von Gulaschsuppe und anderen Spezialitäten große Mühe gegeben.

Stefan Turba bot selbst gesägte Holzkunst feil, Inge Reuther hatte eine Tombola für den Tierschutz in Moldawien initiiert, und Rosi Taig aus Guttenberg verkaufte Engel und Schneeemänner, die sie das ganze Jahr über ausgesägt und bunt angemalt hatte. Aber auch alle anderen Vereinigungen waren fleißig gewesen: Die Ministranten haben Boshi-Mützen gehäkelt und Kerzen verziert, auch der Kindergarten hatte einen Stand.

Den Markt hat auch in diesem Jahr Andy Sesselmann organisiert. Bei den kleinen Besuchern war Stockbrot grillen wieder besonders angesagt. "Das macht einfach Spaß und schmeckt auch gut", erklärte Alexander Hildner (8) und hielt wie ein Profi seinen Stab, der mit Brotteig umwickelt war, in die Feuerschale. Auch Tobias Hildner (10) war sofort dabei.

Herzallerliebst natürlich wieder der Auftritt der Kindergartenkinder. Sie sangen vor der Pfarrkirche und wollten den Nikolaus gut einstimmen. Und dann kam er - ein echter Bischof. Mit rot glänzender Mütze und dem typischen Bischofsstab. "Wer hält denn meinen Stab?", fragte der Nikolaus (Dieter Witzgall) in der Kirche und musste nicht lange auf Freiwillige warten. Patrizia Strößner (9), die auch Ministrantin ist, erklärte sich gerne bereit, zu assistieren. Denn der Nikolaus wollte schließlich alle Kinder mit Weckla bescheren.

Auch der Chor Akustica und der Musikverein Stadtsteinach gaben sich ein Stelldichein beim ökumenischen Weihnachtsmarkt, der mit einem Konzert des Musikinstituts harmonisch ausklang.