"Wie ich mich fühle? Wenn man in die Stichwahl will und bekommt dann nur knapp fünf Prozent - saumäßig".

Schon die ersten Ergebnisse, die die Grünen-Anhänger im Nash über die einzige funktionierende Informationsquelle des Abends, die Facebook-Seite der Bayerischen Rundschau, serviert bekamen, waren alles andere als positiv: 3,19 Prozent für Herold in Oberdornlach. Und die Stimmung sollte sich im Laufe der nächsten halben Stunde nicht mehr wesentlich verbessern. Auch die Hoffnung, die Briefwahl könnte das Ergebnis für den grünen OB-Herausforderer noch kräftig anheben, erfüllte sich nicht.

Trotzdem gab es am Ende Beifall für den sichtlich enttäuschten Kandidaten. Und von Grünen-Kreisvorstandsmitglied Edith Berg "Sonnenblumen für den Achtungserfolg".


Tatort statt Wahlparty



Die für den Abend noch geplanten Unternehmungen sagte Herold noch im Beisein der rund 20 Teilnehmer an der Wahlparty ab. "Da schau` ich mir lieber den Tatort an. Ich bin platt, weil ich mal wieder eine Niederlage hinnehmen musste. Mir reicht's für heut'", sagte Herold, der sich trotzdem nicht unterkriegen lassen will.

Der Stadt Kulmbach wünschte er nach diesem Wahlergebnis für die Zukunft alles Gute. Worin in Stadtrat Volker Wack denn auch unterstützt: "Wir hoffen darauf, dass Kulmbach in den nächsten acht Jahren mit Henry Schramm ein Stück vorankommt."