Die Veranstalter haben gehofft und gebangt - und das Schlimmste befürchtet. Dann aber nahm alles doch ein gutes Ende: Zwar setzte nasskaltes Aprilwetter der Motorradsternfahrt vor allem am Samstag zu. Am Sonntag aber blieb es immerhin trocken - und die Veranstaltung auf dem Brauereigelände an der Lichtenfelser Straße erwies sich, auch wenn die Zahlen hinter denen der Vorjahre zurückblieben, einmal mehr als Besuchermagnet.

Innenminister Herrmann auf der Motorradsternfahrt 2013 in Kulmbach by Infranken.de

Korso als Besuchermagnet
Rund 20.000 Menschen dürften es letztlich gewesen sein, darunter mehr als 5000 Biker mit ihren Maschinen, die am Wochenende der Veranstaltung einen Besuch abstatteten, schätzt Helga Metzel, Pressesprecherin der Kulmbacher Brauerei. Für sie war natürlich der Motorrad-Korso durch die Innenstadt der Haupt-Anziehungspunkt: "Vom späten Sonntag-Vormittag bis in den frühen Abend hinein hatten wir die meisten Gäste."
Wie lässt sich eine so große Menge an Menschen überhaupt zählen? Die Veranstalter - neben der Kulmbacher Brauerei das bayerische Innenministerium, die oberfränkische Polizei und der Fahrlehrerverband - setzen dabei auf bewährte Verfahren. "Wir können die Menge der Besucher zum Beispiel anhand der benutzten Parkflächen in und um Kulmbach abschätzen", erklärt Helga Metzel.

Ganz Europa vertreten
Woher die Gäste kamen, war anhand der Nummernschilder hingegen leicht zu erkennen. Die Bayern waren naturgemäß stark vertreten, letztlich aber kamen auch Besucher aus den übrigen Bundesländern und aus den benachbarten Ländern Europas - darunter auch mehrere Polizei-Delegationen. Für einen ordnungsgemäßen Verlauf sorgten zahlreiche Helfer, die als Ordner oder im Rettungsdienst eingesetzt waren. So sorgte beispielsweise das THW für die nötigen Absperrungen und unterstützte die Polizei auch außerhalb des Veranstaltungsgeländes bei der Verkehrsregelung.

Rettungsdienste und Feuerwehr hielten sich in Bereitschaft - und mussten zum Glück keine ernsthaften Verletzungen, sondern bestenfalls kleinere Blessuren versorgen. Insgesamt waren wohl mehr als 100 ehrenamtliche Helfer im Dienst.
Erfreulicherweise gab es im Zusammenhang mit der Motorradsternfahrt auch so gut wie keine Verkehrsunfälle zu verzeichnen. Zwar waren am Freitag zuvor zwei Motorradfahrer, die schon einmal die Örtlichkeiten besichtigen wollten, vermutlich in Folge eines Fahrfehlers kollidiert, wobei sich der eine leicht verletzte. Und beim Aufstellen zum Motorrad-Korso verlor ein Quadfahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug und stürzte. Durch die schlitternde Maschine wurde eine Frau verletzt. Nach derzeitigen Erkenntnissen der Polizei kamen alle anderen Besucher gut und gesund zur Veranstaltung - und wieder nachhause.

Am Tag danach ziehen die Veranstalter Bilanz: "Wir waren mit dem friedlichen Verlauf der Veranstaltung und dem großen Interesse der Besucher an der Verkehrssicherheitsmesse und an den Vorführungen sehr zufrieden", betont Helga Metzel. Dass auch in diesem Jahr zahlreiche Medien - lokale und regionale ebenso wie große, überregionale Medien aus den Bereichen Print, Funk und Fernsehen - umfassend berichtet haben, freut die Veranstalter ebenso: Für die Motorradsternfahrt 2014, für die der Termin 27. April schon feststeht, ist das die beste Werbung.

Prominenter Fan
Einen ganz prominenten Werbebotschafter hat die Veranstaltung sowieso: Innenminister Joachim Herrmann, selbst mit dem Motorrad nach Kulmbach angereist, versicherte, er habe den Termin für 2014 schon im Kalender stehen.
Zwar ist im Herbst Landtagswahl - und die Frage, wer danach bayerischer Innenminister wird, zumindest theoretisch erlaubt. Joachim Herrmann aber ist sich sicher: Die Sternfahrt als Teil des Bayerischen Verkehrssicherheitsprogramms "Bayern mobil - sicher ans Ziel" wird es so oder so bis mindestens 2020 geben.