Pünktlich um 5.20 Uhr konnten bei leichtem Schneegestöber die ersten beiden Reisenden am neu errichteten Mittelbahnsteig einsteigen. Bürgermeister Werner Diersch ließ es sich nicht nehmen, dem Führer des aus Bayreuth kommenden Zuges das Signal zur Weiterfahrt nach Lichtenfels zu geben.

Ebenerdig und barrierefrei

Ab sofort gelangen die Reisenden über eine leicht ansteigende Rampe auf den erhöhten Bahnsteig, von dem man jetzt ebenerdig, barrierefrei und behindertengerecht in die auf Gleis 1 und Gleis 2 abfahrenden Züge einsteigen kann. Vorgesehen sind noch eine überdachte Wartemöglichkeit und die Aufstellung eines Fahrkarten-Automaten. Optimale Verbindungen führen dazu, dass die Ziele in Richtung Bayreuth, Weiden und Nürnberg sowie in Richtung Hof, Lichtenfels und Würzburg nahezu im Halbstunden-Takt erreicht werden können.

Einen Wermutstropfen hat der neue Bahnsteig allerdings für die Fahrgäste parat: Diejenigen, die in Richtung Bayreuth einsteigen wollen, müssen künftig einen längeren Fußweg in Kauf nehmen.

Zügen halten erst ganz am Ende

Der Grund: Diese Züge halten erst am Ende des 160 Meter langen Bahnsteigs in Höhe des Siedlerheims. Wer also bisher gewohnt war, seinen Anschluss in letzter Minute zu erreichen, könnte da möglicherweise schon mal das Nachsehen haben.

Aber vielleicht kann ja der Bürgermeister mit den Verantwortlichen der Bahn AG darüber noch mal reden.