Als Gaby Barg vor gut einem Jahr im Netz die Bilder von einem abgebrannten Markt in Okahandja in Namibia entdeckte und via Internet Informationen dazu von Konny von Schmettau bekam, war für sie klar: Sie will helfen. Und sie hat geholfen: "Wir sind tierisch stolz darauf, dass wird in so kurzer Zeit schon 5000 Euro zusammengebracht haben", sagt die Stadtsteinacherin. Und nimmt das zum Anlass, noch aktiver zu werden.
Gaby Barg stellte innerhalb von nur einer Woche den Verein "Pro Namibia - Gemeinsam für Mütter und Kinder in Not" mit Sitz in Stadtsteinach auf die Beine und begann mit der Mitgliede rwerbung über Internet und dem Sammeln von Spenden. Inzwischen hat der Verein 29 Mitglieder, Bärbel Fromm aus Bayreuth als stellvertretende Vorsitzende und Francesco Zwirner aus Ködnitz als Kassier unterstützen die Stadtsteinacherin.

Mitarbeit statt Mitgliedsbeitrag


Gerade einmal fünf Euro pro Monat kostet die Mitgliedschaft bei "Pro Namibia". Aber der Verein nimmt auch Mitglieder auf, die sich das nicht leisten können. "Die verpflichten sich dann eben, eine Stunde pro Woche ehrenamtlich für die Sache zu arbeiten", erläutert Gaby Barg und erklärt auch gleich, wie das funktioniert. Da der Verkauf von gespendeten Büchern über Internet in einem Amazon-Shop eine der Haupteinnahmequellen ist, werden immer Helfer zum Einscannen der Buchhüllen gebraucht. Aber auch bei der Organisation von Veranstaltungen und Aktionen kann man sich nützlich machen.
Dass Gaby Barg, die Vereinsmitglieder und alle Spender hundertprozentig sicher sein können, dass ihre Spenden auch ankommen und sinnvoll eingesetzt werden, dafür sorgt Konny von Schmettau. Die Journalistin, die seit sieben Jahren in Namibia lebt und engen Kontakt nach Stadtsteinach hält, kümmert sich vor Ort darum. Und sie belegt die Vereinsarbeit auch ständig mit Veröffentlichungen im Internet. "Da kommt wirklich jeder Cent an", sagt Gaby Barg.

Spenden überreicht


Was Konny von Schmettau am Mittwochabend bei einem Besuch in Kulmbach nur bestätigen konnte. Bei Autotechnik Hahn am Goldenen Feld hielt die ehrenamtliche Helferin einen ebenso lebendigen wie interessanten Bildvortrag über Namibia als Land der Kontraste zwischen faszinierend schöner Landschaft und tiefster Armut am Rande der Städte.
Und sie erlebte die wohl größte Überraschung ihres kurzen Deutschland-Aufenthaltes: Anni Hacker und Katja Schade von NKD in Bindlach überreichten ihr 15 Jeans als Symbol für 2500 gespendete Jeans, die in wenigen Wochen ihre Reise nach Namibia antreten werden.
Damit nicht genug: Der Sänger und Top-Favorit der ersten X-Factor-Staffel, Sammy Barry, den Gaby Barg im vergangenen Jahr kennen gelernt hatte, war eigens aus Hamburg angereist, um dem kleinen Verein ebenfalls ein großes Geschenk zu machen: Er überreichte der Vorsitzenden die Lizenzrechte für den von ihm komponierten und a capella gesungenen Vereins-Song "For Namibia", den der Verein künftig zugunsten seines Spendenkontos vermarkten darf.

Mehr zu dem Thema findet sich in der Freitagsausgabe der Bayerischen Rundschau.