Ein 24-Jähriger hatte (wie gestern berichtet) am Freitagnachmittag seine 18-jährige Freundin im Haus ihrer Eltern in Trebgast mit dem Messer angegriffen und niedergestochen. Die junge Frau erlitt dadurch schwere Verletzungen am Hals, schwebte kurzzeitig sogar in Lebensgefahr.

Es gab zweiten Tatverdächtigen

Wie die Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Oberfranken, Anne Höfer, gestern bestätigte, hat der 24-Jährige selbst die Rettungskräfte alarmiert. Der Mann soll, nachdem er erkannt hatte, wie schwer er seien Verlobte verletzt hat, bis zum Eintreffen der Helfer auch die Erstversorgung übernommen haben. Letzteres wollte die Polizeisprecherin nicht kommentieren.

Nicht geflüchtet

Der 24-Jährige ist nicht geflüchtet. Laut Anne Höfer wurde er am Tatort festgenommen. Es habe zunächst allerdings auch einen zweiten Verdächtigen gegeben. Diesem wollte der 24-Jährige die Tat offenbar in die Schuhe schieben. Auch das kommentierte die Polizei nicht.
Wenige Stunden vor der Tat hatte der 24-Jährige auf seiner Facebook-Seite gepostet.

Die Facebook-Einträge

"Ich verabschiede mich von allen hiermit. Viel Glück in eurem Leben", heißt es da. An seine Verlobte schrieb der 24-Jährige: "Ich liebe dich über alles. Meine Liebe zu Dir ist unendlich. Es sollte in einer Beziehung keine Geheimnisse geben und nichts dergleichen, aber oft sieht die Realität anders aus. Und mit so was komm ich nicht klar." Auch zu den Facebook-Einträgen äußerte sich Polizeisprecherin Anne Höfer nicht. "Die Gerüchteküche brodelt in so einem Fall immer", sagte sie.
Der 24-Jährige war kurz nach der Tat von den Polizeibeamten vorläufig festgenommen worden. Der Ermittlungsrichter hat am Samstagvormittag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl wegen versuchten Totschlags erlassen. Der junge Mann, der selbst kein Trebgaster ist, sitzt in Untersuchungshaft.

Noch im Krankenhaus?

Seine Freundin, die in einem Krankenhaus operiert worden ist, war schon kurz nach dem Eingriff außer Lebensgefahr. Ob die 18-Jährige noch im Krankenhaus liegt oder dieses schon wieder verlassen konnte, war gestern nicht in Erfahrung zu bringen.