Es ist erst ein paar Wochen her, dass der Abriss beschlossen wurde: In der Mai-Sitzung entschied der Mainleuser Gemeinderat über den Abbruch der ehemaligen Gärtnerei Müller in der Pölzer Straße. Jetzt haben die Arbeiten schon begonnen. Auf dem Gelände soll eine Kindertagesstätte entstehen. Den Abriss erledigt Mainleus Invest für knapp 50 000 Euro, geschätzt waren anfangs Kosten in Höhe von 70 000 Euro.

"Der Bedarf ist da, es war Eile geboten", sagt Bürgermeister Robert Bosch zum Hintergrund der raschen Umsetzung. Eile nicht nur wegen der Nachfrage nach den Kindergarten- und Krippenplätzen, sondern auch wegen der Zuschüsse. "Das Förderprogramm läuft aus, bis Ende August musste der Bauantrag bei der Regierung von Oberfranken vorliegen", so Bosch weiter.

Das sei inzwischen ebenso erledigt wie die Ausschreibung der Arbeiten. "Wenn wir grünes Licht von der Regierung kriegen, wird der Auftrag vergeben."

Der Standort sei durch seine unmittelbare Nähe zum Hort im Rathaus ideal, betont Bosch. Die neue Kindertagesstätte grenze sogar an das Außengelände des Horts an. Der Betreiber der Einrichtung steht schon fest: das Zentrum für Kinder und Familien, das bereits den Hort im Rathaus übernommen hat. "Es ist in die Planungen eingebunden."

Kostenschätzung: 1,5 Millionen

Die geschätzten Kosten belaufen sich auf 1,5 Millionen Euro. Der Bau soll so schnell wie möglich errichtet werden, auf jeden Fall in diesem Jahr fertig sein. "Selbstgestecktes Ziel ist, dass Ende September die Kinder einziehen können", sagt Bosch.

Die Nachfrage nach Betreuungsplätzen in Mainleus ist groß. Zusätzlich zum Neubau wird der Hort im Rathaus um 15 Plätze erweitert, die evangelische Kirche schaffe weitere 25 Hortplätze. Dass es zu viel werden, da hat Bosch mit Blick auf die rege Wohnungsbautätigkeit im Markt keine Sorgen.

Ab 1. September übernimmt das Zentrum für Kinder und Familien die Betriebsträgerschaft der neuen Kindertagesstätte, bestätigt dessen Leiter Michael Seck. Auch er kennt die hohe Nachfrage. Die zeigt sich daran, dass die neue Krippengruppe in der Pölzer Straße (zwölf Plätze) schon voll belegt ist. Für den Kindergarten seien nur noch wenige der 25 Plätze frei. Wenn Krippe und Kindergarten fertiggestellt seien, bildeten sie mit dem Hort dann das "Kinderzentrum am Rathaus".

Michael Secks Dank gilt Bürgermeister Bosch, der den Bedarf erkannt und rasch reagiert habe. Er hofft zudem auf einen Bau in Rekordzeit, damit die Kinder schon im September einziehen können.