Die Summe klingt mickrig: Nur 3327,50 Euro muss der Markt Mainleus zusätzlich in den Haushalt einstellen, um den umstrittenen Wernsteiner Löschwasserbehälter wieder abzureißen. Der Gemeinderat sprach sich am Montag einstimmig - Erich Luthardt nahm nicht an der Abstimmung teil - dafür aus, die Firma Plannerer aus Pullenreuth mit dem Abbruch des Betonklotzes zu beauftragen, der mit 16.743,30 Euro zu Buche schlägt.

Wie man auf die 3327,50 Euro kommt? Der Markt hatte im Haushalt 2013 für den Löschwasserbehälter ursprünglich 48.438,95 Euro eingeplant. Dessen Bau hat aber "nur" 35.023,20 Euro gekostet. Addiert man zu den 35.000 Euro die Abbruchkosten, so kommt man auf einen Gesamtbetrag von 51.766,50 Euro, der in ein Bauwerk gesteckt worden ist, das bald Vergangenheit ist. Sprich: Der Markt Mainleus hat über 50.000 Euro in nichts investiert.

Abbruch noch im April
Eine Diskussion darüber, ob es einen Schuldigen gibt oder welche Kosten der ja noch erforderlich Bau eines neuen Löschwasserbehälters verschlingen wird, gab es nicht. Dieter Adam teilte mit, dass die Firma Plannerer das wirtschaftlichste Angebot vorgelegt hat. Zum Zweitplatzierten habe eine Preisdifferenz von 5000 Euro bestanden. "Das teuerste Angebot lag bei 31.874 Euro." Der Abbruch soll noch im April erfolgen. Wann der neue Behälter gebaut wird und wohin er kommt, auch darüber wurde kein Wort verloren. Dass die Wernsteiner ihr Brunnenfest auf dem Gelände abhalten werden, das stellte Hannelore Lindner (Freie Wähler) fest. "Egal, was kommt."