Gleich zwei Jubiläen kann die Kommunbräu in diesem Jahr feiern: 200 Jahre Limmersmühle und 20 Jahre Kommunbräu. Und eng mit diesen Jubiläen verknüpft ist die Familiengeschichte der Limmers, erläuterte der Vorsitzende der Kommunbräu, Hans-Jürgen Päsler, bei der feierlichen Eröffnung der Ausstellung, die zur Zeit in dem Gasthaus zu sehen ist. Für diese Ausstellung hat der 71-jährige Hans-Hermann Limmer seine Archive geöffnet und wertvolle Familiendokumente zur Verfügung gestellt.

"In dieser Ausstellung lässt sich die Geschichte der Kulmbacher Mühlen spüren", sagte Oberbürgermeister Henry Schramm. Die Limmersmühle wurde vom Ur-Ur-Ur-Großvater von Hans-Hermann Limmer gekauft. Damals gab es noch rheinische Taler als Währung.

Die Familie Limmer hat bis heute die Stadtgeschichte geprägt, denn viele Limmers waren herausragende Persönlichkeiten. Johann Thomas Limmer hatte einst den Sandlerwirt gepachtet und bot schon damals fränkische Küche in der noch heute bekannten Gaststätte an. Er war Mitglied im Stadtmagis trat, wie auch sein Sohn Johann Michel. Und dieser Johann Michel hat es sogar bis in den Landtag geschafft und für den Deutschen Reichstag kandidiert.

Doch es gibt noch weitere Namen aus der Familie, die bis heute Klang und Ansehen haben. So war Herbert Limmer in jüngster Zeit Legationsrat im Auswärtigen Amt, leitete die Auslandsabteilung des Bundespresseamtes und wurde von Helmut Kohl sogar als gesamtdeutscher Botschafter nach Buenos Aires in Argentinien entsandt, blickte der OB Schramm zurück.
Doch es sind vor allem die Verdienste für die Stadt, die die Familie Limmer bis heute unvergessen gemacht haben. "Die Limmersmühle hat den Wandel der Zeit überlebt, weil sie sich immer wieder geändert hat", sagte Schramm.
In der Ausstellung, die jetzt in der Kommunbräu zu sehen ist, wird allerdings nicht nur die Geschichte der Limmersmühle und der heutigen Genossenschaftsbrauerei beleuchtet, sondern auch die anderen Kulmbacher Mühlen kommen nicht zu kurz.
Inzwischen ist aus der Limmersmühle eine Energieanlage geworden. Denn die Kommunbräu hat ein Wasserkraftwerk in der Limmersmühle errichtet und kann so Energie in Eigenregie erzeugen. Und auch Braumeister Alexander Matthes stand den zahlreichen Besuchern bei der Ausstellungseröffnung Rede und Antwort.
Landrat Klaus Peter Söllner und betonte, dass das Haus auch heute noch ein städtebauliches Juwel und ein schönes Ausflugsziel für Einheimische und Touristen ist. Die Ausstellung ist in den nächsten vier Wochen zu sehen, an den Wochenenden werden Führungen angeboten.