Uli Hoeneß, der große Zampano des FC Bayern, hat sich als Steuerbetrüger selbst enttarnt. Seine Super-Bayern und die Dortmunder Dampfwalze haben zwei Denkmäler des Weltfußballs aus dem Land des Weltmeisters ramponiert. Dazu noch der Götze-Wechsel für schlappe 37 Millionen Euro von der Ruhr an die Isar.

In allen Nachrichtensendungen: Fußball über alles. Zum Beispiel die ARD-Tagesthemen am Dienstagabend: fast eine halbe Stunde über Hoeneß, Bayern, Barca und junge Millionäre, die auf dem grünen Rasen ihrem Vergnügen nachgehen.

Dabei, so wagen wir zu behaupten, hat die schweigende Mehrheit in Deutschland die Nase voll von dem Rummel um die Fußball-Götzen. Wir halten es, um in der Fußballersprache zu bleiben, mit Dragoslav Stepanovic, dem legendären Frankfurter Trainer, der nach dem Abstieg seiner Eintracht gesagt hat: "Lebbe geht weider." Wenn er sich da nicht mal geirrt hat. Morgen und am Mittwoch geht mit den Rückspielen in Madrid und Barcelona vor allem der Fußballirrsinn weiter. Und dann erst, wenn beide deutsche Mannschaften ins Champions-League-Finale am 25. Mai in Wembley einziehen ...