Auf die schriftliche Anfrage bei der Stadt Kulmbach hat es gestern noch keine offizielle Stellungnahme gegeben. Wie aus sicherer Quelle zu erfahren war, scheint es aber Fakt zu sein: Der Uni-Campus kommt auf das Güterbahnhofsareal. Die hartnäckigen Verhandlungen, die die Stadt Kulmbach mit der Brauerei - der zwei Drittel am Güterbahnhof gehören - geführt hat, sind damit offenbar von Erfolg gekrönt. Wie es heißt, soll der Grundstückskauf schon bald offiziell über die Bühne gehen.

Das Gespräch in Bayreuth

Das entscheidende Gespräch, bei dem offenbar der Durchbruch gelungen ist, hat vor wenigen Tagen bei der Regierung von Oberfranken in Bayreuth stattgefunden. Vertreter der Stadt Kulmbach und der Brauerei saßen dort ebenso am Tisch wie von der Immobilien Freistaat Bayern, die der Käufer ist, sowie der Bayreuther Universität und der Regierung.

Kein Plan B

Mit der Entscheidung für den Güterbahnhof wird der Campus auf dem Areal realisiert, das Stadt und Universität von Anfang an favorisiert hatten. Die Stadt selbst hatte wegen der schwierigen Grundstücksverhandlungen zuletzt auch immer wieder eine Variante B ins Spiel gebracht. Doch von den Plänen, auf das Kaufplatz-Areal auszuweichen, war die Universität alles andere als begeistert.

Nun scheint der Weg für den Campus am Güterbahnhof frei zu sein, der zeitnah errichtet werden soll, zum Start des Lehrbetriebs im Herbst 2020/21 aber noch nicht benötigt wird. Denn die Uni wird mit wenigen Studenten in Übergangsräumen ihren Betrieb aufnehmen, die sich unter anderem auf dem Spinnereigelände befinden.

Der Neubau auf dem Campus am Güterbahnhof selbst wird wohl erst in einigen Jahren bezogen.