Die Jubiläumsausgabe des Landeswettbewerbs "Jugend forscht" in Bayern ging mit Ehrung der Preisträger zu Ende. Ein Team des Kulmbacher MGF-Gymnasiums wurde beim 50. Geburtstag des Wettstreits der Nachwuchsforscher mit drei Sonderpreisen ausgezeichnet.

Am Freitag fand die feierliche Preisverleihung im Vielberth-Gebäude an der Universität Regensburg statt. In den sieben Fachgebieten Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik und Technik wurden die jungen Tüftler und Wissenschaftler ausgezeichnet. Insgesamt hatten sich 89 Teilnehmer mit 56 Projekten qualifiziert.

Die 17-jährigen Arthur Kosmala aus Trebgast, Gabriel Moser aus Mainleus und Hans Schülein aus Kasendorf vom Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasium bekamen für ihr Projekt "Entwicklung einer intuitiven, universellen 3D-Maus" den Sonderpreis "JugendUnternimmt summer school" und dem Sonderpreis für Mensch-Maschine-Kommunikation der Hermann Gutmann Stiftung. Außerdem erhalten sie ein Jahresabonnement "Zeitschrift des Heise Verlags".

In ihrer im Fachgebiet Technik angesiedelten Arbeit entwickelten die drei Jungforscher ein Gerät namens "SPH3RE", das die Eigenschaften mehrerer Eingabegeräte wie Tastatur und Maus in sich vereinen soll. "SPH3RE" steht für "System for Positioning using a Handheld 3-dimensional Rotation data Evaluator". Ihr Entwurf mit minimalistischer, kugelförmiger Gestalt besteht im Wesentlichen aus einem Endoskelett aus dem 3D-Drucker, ummantelt mit einer Silikonhülle.

Mensch-Maschine-Interaktion

Ihr Hauptaugenmerk legten die Gymnasiasten auf die dreidimensionale Eingabe und die intuitive Benutzung. Dank der Programmierung eines eigenen Editors können Nutzer selbst Anpassungen am Gerät vornehmen. Im Unterschied zu kommerziellen Produkten dieser Art rückten die jugendlichen Tüftler die instinktive Verwendbarkeit und die freie, unabhängige Bewegungen des Eingabegeräts in den Fokus. Sie wollen möglichst natürliche, direkte und logische Mensch-Maschine-Interaktion gewährleisten.

Staatssekretär Georg Eisenreich aus dem Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst meinte: "Die Teilnehmer haben mit Begeisterung ihre eigenen Ideen verwirklicht. Sie haben dadurch auch für ihr späteres Leben entscheidende Kompetenzen gestärkt: Leistungsbereitschaft, Kreativität und Durchhaltevermögen."

Idee: Henri Nannen

Im Jahr 1965 hat der damalige Chefredakteur des Stern, Henri Nannen, "Jugend forscht" ins Leben gerufen. Seit seiner Gründung vor 50 Jahren hat sich der Wettbewerb der Nachwuchsforscher im Bereich Naturwissenschaft und Technik zum größten dieser Art in ganz Europa entwickelt. red