Es wuselt. Überall stehen Kartons, werden Kabel gezogen, Computer angeschlossen und Kisten ausgeräumt. Ein Umzug hat erst einmal mit Arbeit zu tun. Also stehen auch Gebietsdirektor Rainer Strobel die Schweißperlen auf der Stirn. "Die Kleiderständer kommen nach hinten", weist er an, bevor er bei den Pflanzen mit anpackt.

Anpacken, das ist das Motto, unter dem der Umzug der Sparkassen-Hauptstelle Kulmbach steht. Die eigentliche Hauptstelle wird bis Ende des Jahres energetisch saniert. Bis dahin zieht die Sparkasse in das "Fritz". Im Erdgeschoss der Passage, wo früher einmal das Geschäft "BonPrix" untergebracht war, prangt jetzt groß das rote Logo der Bank.

Am Freitag noch gab es einiges zu tun. Manuela Larisch und ihre Kollegin Petra Fuchs haben in den Kisten so einiges gefunden, was längst vergessen war: "Das hat mir mal mein Sohn gebastelt", sagt Petra Fuchs. Ein kleiner Piepmaz aus Papier auf dem "Spakasse" mit kleinem Verschreiber aus jungen Jahren steht. Da kommen Erinnerungen hoch. Manuela Larisch findet ohnehin, dass der Umzug Vorteile habe: "Es war mal wieder eine gute Gelegenheit auszumisten." Es sammelt sich ja doch einiges an mit der Zeit in so einem Schreibtisch.

Auch das Geschäft muss laufen

In der neuen Schalterhalle wird also angepackt, in den Nebenräumen geht es dagegen ruhiger zu. Peter Rafelt hat den Notdienst übernommen. "Bei eiligen Sachen oder Umbuchungsaufträgen helfe ich weiter", sagt der Kundenberater. Das normale Geschäft muss schließlich neben dem Umzug auch weiter laufen.

Die Möbel wurden alle aus der alten Hauptstelle mitgebracht, das haben allerdings Profis übernommen. Am Mittwoch, als um 12.30 Uhr die Sparkasse pünktlich ihre Pforten geschlossen hat, wurde gleich alles zusammengepackt.

"Mit dem laufenden Umzug bin ich sehr zufrieden, ein Rad greift ins andere", sagt Rainer Strobel noch mitten im Karton-Chaos. Am Montag wird der Kunde davon aber nichts mehr merken.