Puh, geschafft: Jannik Wagner (18), Katharina Vogel (18) und Ronja Müller-Mertel (18) sind fertig und schlendern gemeinsam aus der Turnhalle des Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasiums. Draußen vor dem Schulgelände wird noch gefachsimpelt. Ronja Müller-Mertel hat noch jede Menge Proviant übrig und verteilt an die anderen Schokoladenherzen. Besonders süß fand sie, dass ihr kleiner Bruder Felix ihr ein Glücksschwein mitgegeben hat, und ein Glücksarmband hatte sie auch mit dabei. Sicher ist sicher. "Ich hoffe, dass es was genützt hat. Ich habe das Drama genommen. Ich mag Dramen", sagt Ronja Müller-Mertel - und alle lachen.

"Ich hatte auch Getränke und Obst dabei, aber ich hatte keine Zeit, etwas zu essen - und ich hatte auch keinen Hunger", erzählt Katharina Vogel (18). Sie hat sich für einen Sachtext entschieden. "Eigentlich war Deutsch jetzt nicht so hektisch. Am Freitag kommt Englisch, dann Mathe. Und mündlich habe ich Bio und die Kombi aus Geschichte und Sozialkunde", verrät die Abiturientin.


Der Redebedarf ist groß

"Ich denke, die Aufgaben haben so gepasst. Ich habe die Texterörterung genommen", erzählt Jannik Wagner (18) und findet sich selbst eher mittelmäßig in Deutsch. Deswegen möchte er auch unbedingt wissen, was die andere so gewählt haben. Überhaupt ist der Redebedarf groß bei den Abiturienten.

Stephan Axtner (18) war schon um 11 Uhr fertig, mehr als zwei Stunden vor dem eigentlichen Abgabetermin. "Ich hab dann alles noch mal schön sauber abgeschrieben. Ich hab eigentlich ein ganz gutes Gefühl", sagt er. Er hatte sich für eine Gedichtinterpretation entschieden. Dass es in diesem Jahr eine Gemeinschaftsaufgabe für viele Bundesländer gegeben hat, findet er ganz gut. Als nächstes stehen für ihn Prüfungen in Musik und Mathe an, als mündliche Fächer hat er Latein und Religion gewählt.


Elf Seiten geschrieben

Auch die anderen Abiturienten, die aus der Turnhalle des Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasiums strömen, sind sichtlich geschafft, lächeln aber erleichtert. Maximilian Stübinger (18) sagt nur: "Es hat schon gepasst!". Elf Seiten hat er geschrieben.

Tim Hennemann (18) hofft sogar, dass Deutsch ganz gut wird. Als weitere Abifächer hat er noch Biologie und Mathematik schriftlich, mündlich macht er in Erdkunde und Englisch Abitur. "Für Deutsch habe ich jetzt nicht so viel gemacht, für Bio bin ich schon gut vorbereitet", sagt er.

Von der Tatsache, dass innerhalb der nächsten Woche zwei weitere schriftliche Aufgaben folgen und dass noch vor dem 19. Mai die mündlichen Prüfungen beginnen, lassen sich die Schüler nicht ins Boxhorn jagen. Keiner jammert, jetzt heißt die Devise "Augen zu und durch".

Insgesamt büffeln derzeit am MGF-Gymnasium 95 Schülerinnen und Schüler fürs Abitur, am Caspar-Vischer-Gymnasium gehen in diesem Jahr sogar 120 Schülerinnen und Schüler an den Start.