Ein Schlüsseldienst hat Dienstagmorgen offensichtlich die Notlage einer 33-jährigen Frau in Kulmbach ausgenutzt. Weil der Frau eine Rechnung über 1.007,69 Euro überreicht wurde, ermittelt die Polizei nun wegen Wuchers.

Die Frau brach den Haustürschlüssel eines Mehrfamilienhauses im Stadtteil Weiher ab. In ihrer Not suchte sie auf ihrem Smartphone nach einem Schlüsseldienst und rief die angezeigte Hotline an. Ein Mitarbeiter kam gut eine Stunde später und öffnete ihr die Tür. Anschließend verlangte er für die Dienstleistung gut 1.000 Euro.

Die 33-Jährige zahlte zunächst die Rechnung, erstattete im Nachgang aber Anzeige bei der Kulmbacher Polizei. Die Polizei ermittelt bereits in mehreren Fällen bayernweit gegen die Mitarbeiter des Schlüsseldienstes.

Die Polizei bittet daher ausdrücklich um Vorsicht bei der Auswahl von Dienstleistern. "Seriöse Schlüsseldienste können bereits am Telefon Auskunft über die zu erwartenden Kosten geben", erklären die Polizisten.

Kunden sollten den Rechnungspreis, der sich in der Regel aus Anfahrts-, Arbeits- und eventuell Materialkosten zusammensetze, unbedingt vor der Vergabe eines Auftrages erfragen. Seriöse Schlüsseldienste könnten auch direkt am Telefon Auskunft darüber geben, wann sie kommen, heißt es weiter.