Der Verkehr in der Klostergasse fließt, auch wenn die Hauptzufahrtsstraße in die Innenstadt seit dem 7. Januar eine Großbaustelle ist. "Noch kommen wir ohne Vollsperrung aus", sagt Ingo Wolfgramm, der Leiter der Tiefbauabteilung der Stadt Kulmbach. Die Fahrbahn ist eingeengt, die Durchfahrt aber problemlos möglich.

Erst Wasser, dann Abwasser

Mit der Baumaßnahme findet der Umbau des Zentralparkplatzes seinen Abschluss. Eine neue Wasserleitung wird dort ebenso eingebaut wie ein neuer Abwasserkanal. Die Kosten liegen bei rund 700 000 Euro. Laut Wolfgramm wird das Projekt mit 80 Prozent bezuschusst.

In der vergangenen Woche wurde damit begonnen, die Hauptwasserleitung zu verlegen, die später abschnittsweise auf die Hausanschlüsse umgebunden wird. Mitte Februar kommt - wenn es das Wetter zulässt - der nächste Bauabschnitt, der dann eine zweimonatige Vollsperrung mit sich bringen wird. Zunächst wird laut Wolfgramm ein neues Schachtbauwerk geschaffen, in dem der Kanal der Klostergasse in den der Webergasse übergeht. "Im Anschluss beginnen die Kanalarbeiten in der Klostergasse selbst." Vom Holzmarkt aus werde man sich in Richtung "Alte Feuerwache" vorarbeiten. Auch Gashausanschlüsse sollen in diesem Zug erneuert werden.

Eine Herausforderung

"Eine Vollsperrung ist da unausweichlich", erklärt der Leiter der Tiefbauabteilung, der weiß, dass es für die Stadt Kulmbach eine verkehrstechnische Herausforderung ist, wenn die Hauptzufahrt zum Marktplatz gekappt ist. Zwar gibt es die Karl-Jung-Straße, über die wohl vor allem viele Ortskundige fahren werden, doch ist diese nicht breit ausgebaut, und zudem gilt dort eine Tonnagebegrenzung. "Wir sind zurzeit mit der Polizei dabei, ein detailliertes Umleitungskonzept zu erarbeiten, das wir bald vorstellen werden", sagt Wolfgramm. Ob es über den Bereich des neu gestalteten Eku-Platzes gehen wird?

Vor den Festen

Mitte Juni, rechzeitig vor den großen Festen in der Stadt, soll die Klostergasse dann wieder befahrbar sein. Bis dahin sollen auch Arbeiten wie das Pflastern in den Randbereichen abgeschlossen sein. Der Sprecher der Stadt ist zuversichtlich, dass der Zeitplan eingehalten werden kann, "wenn uns das Wetter keinen Strich durch die Rechnung macht".

Geschäfte sind erreichbar

Die Anwesen in der Klostergasse werden, das hat die Stadt versprochen, während der gesamten Baumaßnahme fußläufig erreichbar sein. Was Geschäftsleute freut. Beispielsweise Uwe Windisch vom gleichnamigen Optikergeschäft, der deshalb auch der Vollsperrung gelassen entgegensieht. "Wer zwei Jahre die Großbaustelle Zentralparkplatz vor der Ladentür hatte, hält auch das halbe Jahr Baustelle in der Klostergasse aus." Zumal sich die Staubbelastung anders als damals jetzt in Grenzen halte. Wer in die Geschäfte wolle, der finde zudem einen Weg, "auch wenn man vielleicht 50 Meter weiter laufen muss", sagt Windisch, der sich schon auf die neue Klostergasse freut.