Der Freizeit-Center am Goldenen Feld wird plattgemacht: Passanten konnten in den vergangenen Tagen verfolgen, wie die einstige Tennishalle, die seit dem Großbrand im Frühjahr 2018 nur noch eine Ruine war, mit einem Bagger abgebrochen wurde.

Dass das Feuer, das in der Nacht zum 23. April gewütet und zu einem Großeinsatz der Wehrkräfte geführt hatte, gelegt worden war, steht schon lange fest. Die Staatsanwaltschaft Bayreuth hat im Frühjahr diesen Jahres Anklage gegen den 37-jährigen Betreiber sowie einen 28-jährigen Helfer erhoben. Ihnen wird Brandstiftung und Versicherungsmissbrauch vorgeworfen. Beide sollen in der Halle Feuer gelegt haben, wie im April der damals Leitende Oberstaatsanwalt Herbert Potzel erklärt hatte.

Beim Pächter steht zusätzlich der Vorwurf des versuchten Betrugs im Raum. Er soll sich Leistungen aus zwei Versicherungen erhofft haben: Der Mann hatte demnach eine Betriebsausfallversicherung abgeschlossen sowie eine Absicherung des Inventars der Halle.

Was zur Anklage geführt hatte? "Es waren die Gesamtumstände", hat Herbert Potzel erklärt.

Der Pächter hat bereits ein Geständnis abgelegt, dieses aber dann widerrufen.

Bei dem Feuer war ein Schaden in Höhe von rund drei Millionen Euro entstanden.