Kurz nach 9 Uhr am Dienstagvormittag war der Alarm ausgelöst worden. Einsatzort war das Gelände der Firma Konrad Friedrichs in der Vorwerkstraße. Nach Informationen von Michael Weich, dem Einsatzleiter der Kulmbacher Feuerwehr, hatte sich in einem Lüftungsrohr in dem metallverarbeitenden Betrieb ein Schwelbrand entwickelt. "Es gab kein offenes Feuer."
Die Feuerwehr, die mit 35 Helfern, darunter drei Atemschutztrupps, im Einsatz war, hatte den Brand schnell unter Kontrolle. Die Anlage wurde zunächst heruntergekühlt. Dann konnten die Rohre geöffnet und mehrere kleine Brandnester entfernt werden.
Vor Ort waren auch die Polizei, ein Vertreter des Technischen Hilfswerks und Helfer des Rettungsdienstes, die aber zum Glück nicht eingreifen mussten: Verletzt wurde bei dem Brand niemand.
Der Schaden, der bei dem Brand entstand, ist überschaubar. Ein Sprecher des Unternehmens bezifferte ihn am Nachmittag auf weniger als 1000 Euro. Dass sowohl die Löschsysteme hervorragend funktioniert hätten als auch die Alarmierung reibungslos verlaufen sei, sei positiv zu werten, hieß es.
Die Mitarbeiter des Unternehmens hatten kurzzeitig das Gebäude verlassen müssen, bis sicher gewesen sei, dass für sie keine Gefahr bestand. Die Produktion stand nach Auskunft aus dem Unternehmen für etwa eine Stunde.
Erst im Juni 2017 hatte die Feuerwehr zu einem Großeinsatzbei der Firma Friedrichs ausrücken müssen. Damals hatte sich Hartmetall in einem Trockenofen übermäßig erhitzt, es war zu einem offenen Feuer gekommen, das auf die Werkhalle überzugreifen drohte. Damals waren rund 130 Feuerwehrleute im Einsatz.