Das beherrschende Thema der Marktgemeinderatssitzung in Ludwigschorgast am Dienstagabend war die Aufstockung von Krippenbetreuungsplätzen in der Katholischen Kindertagesstätte St. Elisabeth von bisher 12 auf zukünftig 24 Plätze. Bürgermeisterin Doris Leithner-Bisani (CSU) gab bekannt, dass die bestehenden 12 Plätze belegt und für das Jahr 2019/20 bereits sechs weitere aus Ludwigschorgast sowie vier aus den Nachbargemeinden angemeldet sind. Erste Besprechungen haben im Kindergarten zusammen mit der Leitung, dem Träger und der Gemeinde stattgefunden. Für nächste Woche ist nun ein Termin bei der Regierung in Bayreuth anberaumt, denn möglichst hohe Fördersätze sind mitentscheidend, wie weiter verfahren werden soll. Dann wird kurzfristig eine weitere Ratssitzung zu dem Thema anberaumt.
Gemeinderat Tobias Braunersreuther (SPD) fragte an, ob im Kindergarten alles untergebracht werden kann. Laut Bürgermeisterin ist Platz für bis zu 25 Mädchen und Jungen. Leithner-Bisani blickte auf eine zu investierende Summe von einer dreiviertel Million Euro. Entscheidend werde sein, ob die Krippenerweiterung gefördert werde. Mit den Anwohnern sei schon gesprochen worden. Einstimmig nahm der Marktgemeinderat das Schreiben der Katholischen Kirchenstiftung zur Kenntnis und stellte ab den Betreuungsbedarf für bis zu 24 Krippenkinder fest.
Vorausgegangen war dem öffentlichen Teil ein mehr als einstündiger nichtöffentlicher Teil. Darin stellte Reinhard Schnabel vom gleichnamigen Architekturbüro aus Konradsreuth den Ratsmitgliedern die Planung für den vom Staatlichen Bauamt Bayreuth vorgesehenen Umbau der Kreuzung B 303/Hauptstraße/Bahnhofstraße vor. Bürgermeisterin Doris Leithner-Bisani sagte, dass der Markt Ludwigschorgast dann für 2019 den erforderlichen Kanalbau in diesem Bereich und der Bahnhofstraße einplanen muss.
Nächstes Thema war die Anmeldung einer kleineren Maßnahme für das Kommunalinvestitionsprogramm Schulinfrastruktur (KIP-S) bei der Regierung von Oberfranken mit einem Fördersatz von 90 Prozent. "Energetisch ist ja alles in unserer Grundschule saniert, doch es besteht noch Handlungsbedarf in Sachen Schwingboden des Gymnastikraumes, innere Brandschutztüren und Schaffung barrierefreier Zugänge", sagte die Bürgermeisterin. Diese kleineren baulichen Maßnahmen werfen nach Berechnungen des Architekturbüros Harald Schramm ein Kostenvolumen von knapp 100 000 Euro auf. Der Antrag müsse bis Ende April 2018 bei der Regierung gestellt werden, und dann stelle sich heraus, ob die Gemeinde Gelder bekommt. "Wir können dabei nur gewinnen", sagte Gemeinderat Tobias Braunersreuther, sein Ratskollege Klaus-Peter Kugler (beide SPD) befürwortete die Sache ebenfalls.
Keine guten Nachrichten hatte Doris Leithner-Bisani (CSU) in ihrer Eigenschaft als Vorsitzende der Verwaltungsgemeinschaft Untersteinach für die Ludwigschorgaster Ratsmitglieder in Sachen Energetische Sanierung und Barrierefreiheit des VG-Gebäudes Untersteinach. Beantragt sind im Rahmen der KIP-Förderung Kosten von 367 500 Euro, und es liegt die Förderzusage von 315 000 Euro vor. Auf Grund des Brandschutzgutachtens sind jedoch zusätzliche Arbeiten in Sachen Entrauchung, Brandschutztüren sowie bruchsichere Türen und Fenster erforderlich. Zudem erhöhen sich die veranschlagten Kosten in Sachen Wärmpumpe mit Kühlung von 111 000 auf 180 000 Euro. Als Kostensumme stehen jetzt 567 000 Euro an, die mit 315 000 Euro gefördert werden. Die Ausschreibung der Arbeiten solle jetzt rausgehen, die Baumaßnahme im Mai beginnen. "Das Ganze ist absolut notwendig, und wir müssen die Mehrkosten über eine Zusatzinvestitionsumlage von 225 000 Euro decken. Für den Markt Ludwigschorgast mache das nach der Einwohnerzahl rund 57 000 Euro aus", sagte die Bürgermeisterin.