Noch ein wenig enger als gewohnt wird es in den nächsten Wochen an der Kreuzung in der Mittelau zugehen. Der Kreuzungs- und Einmündungsbereich von Reichel-/Kronacher- und Saalfelder Straße, Albert-Ruckdeschel-Straße und E.-C.-Baumann-Straße wird saniert und umgebaut. Wichtigste Veränderung für die Autofahrer: Es wird eine zweite Fahrspur für den stadtauswärts fließenden Verkehr geschaffen. Am kommenden Montag geht's los. Bis Ende Juni soll alles fertig sein.

Bis dahin müssen sich die Autofahrer allerdings erstens in Geduld üben und zweitens genau auf die sich immer wieder ändernde Verkehrsführung achten. Nach den überstandenen Behinderungen werden sie dafür mit einem deutlich zügigeren Verkehrsfluss belohnt, verspricht OB Henry Schramm (CSU).

Zweite Spur gegen lange Staus

Man habe sich lange Gedanken darüber gemacht, wie die Verkehrssituation an der am stärksten frequentierten Kreuzung Kulmbachs verbessert werden kann, erläuterte Schramm die Pläne. "Eine Sanierung der Oberfläche ist wegen der starken Beschädigungen ohnehin dringend notwendig. Im Zuge dieser Arbeiten optimieren wir die gesamte Kreuzung."

Dafür habe man den Vorschlag von Herbert Münch aufgegriffen, der dafür plädierte, die Verkehrsinsel etwas zurückzunehmen und damit Platz für eine zweite Fahrspur stadtauswärts zu schaffen und den Rückstau zu Spitzenzeiten, vor allem gegen Abend, zu verringern.

Vorteile ergeben sich dadurch auch für die aus der Albert-Ruckdeschel- und der E.-C.-Baumann-Straße kommenden Verkehrsteilnehmer. Die Steuerung der Ampelschaltung wird nämlich ebenfalls überarbeitet: Wenn der Verkehr stadtauswärts zügiger fließt, gibt es Spielraum für längere Grünphasen aus den anderen Richtungen.
Und noch ein drittes Ärgernis wird bei der Kreuzungs-Sanierung beseitigt: Die Rundung der Abbiegespur von der Saalfelder Straße in die E.-C.-Baumann-Straße wird verbreitert, so dass abbiegende Lastwagen künftig nicht mehr mangels Platz über den Bordstein rumpeln werden.

"Die Behinderungen werden so gering wie möglich gehalten. Ganz zu vermeiden sind sie aber nicht", so OB Schramm. Eine Vollsperrung für einen kürzeren Zeitraum sei nicht als Alternative in Betracht gezogen worden, da über die Kreuzung viele Geschäfte und Betriebe angebunden sind. Alle Firmen bleiben während der Bauzeit erreichbar.

Das Projekt wird in sechs Bauabschnitte aufgeteilt. "Unser Ziel ist, den Eingangs- und Ausgangsverkehr über die Saalfelder Straße auch während der Bauzeit zu gewährleisten", so Hauptamtsleiter Uwe Angermann. Eine Vollsperrung sei nur für die Asphaltierung nötig.

Projekt kostet 130.000 Euro

Die Kosten für das Bauprojekt sind mit rund 130.000 Euro überschaubar. 70.000 hat die Stadt noch vom Straßensanierungsprogramm 2013 übrig. Mit der Ausführung der Arbeiten wurde die Kasendorfer Firma Stratebau beauftragt. Bauleiter Michael Thomas: "Wir setzen alles daran, den Zeitplan einzuhalten."


Der Zeitplan

1. Bauabschnitt Beginn Montag, 5. Mai. Arbeiten im Bereich des Rechtsabbiegers der Saalfelder Straße in die E.-C.-Baumann-Straße; nicht möglich: Abbiegen von Saalfelder Straße und Reichelstraße in E.-C.-Baumann-Straße und aus der E.-C.-Baumann-Straße Richtung Kronach; Dauer: ca. eine Woche

2. Bauabschnitt Arbeiten im Bereich der Frankengarage; Dauer: drei Tage

3. Bauabschnitt Arbeiten im Bereich der Verkehrsinsel, keine Ampelschaltung, nur "Geradeaus-Verkehr" stadtein- und stadtauswärts möglich; Dauer: ca. vier Wochen
4. Bauabschnitt Arbeiten im Bereich Café Schaller; Geradeaus-Verkehr wie in den Vorwochen und Rechtsabbiegen aus und in die E.-C.-Baumann-Straße wieder möglich; Dauer: eine Woche

5. Bauabschnitt Abfräsen der Asphaltdeckschicht; Dauer: zwei Tage

6. Bauabschnitt Asphaltierung mit Vollsperrung der gesamten Kreuzung; Dauer: ein Tag.

Gesperrt Während der gesamten Bauphase ist der "Durchstich" Kronacher Straße zur Kreuzung nicht befahrbar.