Allein im Stellenplan 2013 sind 50 neue Stellen ausgewiesen, wie Landrat Klaus Peter Söllner in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Zweckverbands bei der Verabschiedung des Wirtschafts- und Stellenplans 2013 ausführte. Insgesamt sind damit am Klinikum mit der Fachklinik Stadtsteinach 1275 Mitarbeiter beschäftigt. "Eine Zahl, die wir vor Jahren noch für ausgeschlossen gehalten hätten", sagte Söllner, der feststellte, dass das Klinikum damit nach wie vor der größte Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb in der Region ist.

Höhere Kosten

Mit dem Anstieg der Mitarbeiter und tariflichen Erhöhungen gingen deutliche Steigerungen der Personalkosten einher. Laut Söllner wird mit Mehraufwendungen in Höhe von einer Million Euro gerechnet. Voraussichtlich liegen die Personalkosten bei 55,68 Millionen Euro.

Söllner machte deutlich, dass "die Luft für kommunale Krankenhäuser immer dünner wird". Das Klinikum sei eines der wenigen Häuser in Nordbayern, "die hervorragend aufgestellt sind". Bedauerlicherweise werde man für erfolgreiches Wirtschaften bestraft. So müsse ein Teil der Erträge zurückgezahlt werden, ungeachtet der Tatsache, dass mit dem Erfolg die Einstellung von zusätzlichem Personal und Mehrkosten verbunden sind. "Diese Systematik ist nur schwer begreifbar."

Die Suche nach Personal

Die Aufstockung des Personals ist laut Söllner ein deutliches Zeichen, dass die Expansion nicht zu Lasten der Beschäftigten stattfindet. Der Zweckverbandsvorsitzende wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es immer schwieriger wird, neue Kräfte für den Pflegebereich sowie den ärztlichen Dienst zu finden. Eine Tatsache, die künftig viele Häuser noch vor schwere Probleme stellen werde.

Achter Bauabschnitt

Im Vermögensplan 2013 ist als großer Brocken der achte Bauabschnitt enthalten. Die Arbeiten am zweiten und dritten Obergeschoss seien weitgehend fertiggestellt. "Daneben laufen die Arbeiten am zweiten Linksherzkatheter-Messplatz und der inneren ITS-Station", sagte Söllner. Die Maßnahme, die 2013 abgeschlossen werden soll, sei ins Jahreskrankenhausbauprogramm mit einer Förderquote von 2,96 Millionen Euro aufgenommen worden. Insgesamt seien Baukosten von 12,5 Millionen Euro zu erwarten.

Das Parkhaus

Erfreut zeigte er sich darüber, dass eine Lösung für die Parkproblematik gefunden wurde. Söllner erinnerte daran, dass die Stadt den Bauantrag für die Errichtung einer weiteren Parkgarage mit 158 Stellflächen genehmigt hat. "Das sollte jetzt zügig über die Bühne gehen."

Geschäftsführer Herbert Schmidt stellte den Wirtschaftsplan 2013 vor. Der Erfolgsplan schließt in Erträgen und Aufwendungen mit 104,7 Millionen Euro, der Vermögensplan in Einnahmen und Ausgaben mit 8,5 Millionen. "Damit wird im Erfolgsplan wieder die 100-Millionen-Euro-Grenze überschritten", sagte Schmidt, der deutlich machte, dass das Gesamtvolumen des Wirtschaftsplans um neun Millionen Euro unter dem Vorjahreswert liegt.

20 100 stationäre Patienten

Bei den stationären Zugängen rechne man mit 20.100 Patienten. Der Anstieg sei vor allem durch die Frauenklinik, die Medizinische Klinik und die Urologie begründet. "Durch die Entwicklung der Patientenzahlen im ersten Halbjahr 2012 und den leichten Rückgang der Verweildauer auf 6,76 Tage ist die Anzahl der Pflegetage konstant geblieben, so dass die Auslastung des gesamten Klinikums bei 86,98 Prozent und damit deutlich über dem Landesdurchschnitt liegt, betonte Schmidt, der auch darauf verwies, dass im Reha-Bereich der Fachklinik Stadtsteinach die Patientenzahlen und die Auslastung der geriatrischen sowie orthopädischen Rehabilitation im ersten Halbjahr 2013 leicht gestiegen ist.

Ein Hoffnungsschimmer

Nach einem schwierigen Jahr 2012 ("Für steigende Erlöse mussten hohe Ausgleichsbeiträge und Preisnachlässe gewährt werden") sieht Schmidt 2013 einen Hoffnungsschimmer. Die von der Bundesregierung beschlossenen Versorgungszu schläge "bedeuten einen ersten Schritt zu einer verbesserten Finanzausstattung auch für unser Klinikum", stellte er fest.