Alexandra Hofmann atmet auf. Der kommenden Sonntag, 24. September, ist verkaufsoffen. "Das haben wir lange Zeit nicht gewusst. Erst Freitagfrüh herrschte Klarheit", sagt die Vorsitzende der Händlervereinigung "Unser Kulmbach".


Der Flohmarkt

In einigen Städten hat die Gewerkschaft ver.di geklagt und verkaufsoffene Sonntage verhindert, die jährlich in Städten bis zu vier Mal "aus Anlass von Märkten, Messen oder ähnlichen Veranstaltungen" durchgeführt werden dürfen. Es muss aber einen "besonderen Anlass für eine Sonntagsöffnung geben" und diese Veranstaltung muss ein größerer Besuchermagnet als die Ladenöffnung selbst sein. Dass der Innenstadtflohmarkt der Besuchermagnet ist und von ihm auch der Handel profitieren kann, davon war Alexandra Hofmann überzeugt. Dennoch hatte auch sie mit einer Klage der Gewerkschaft gerechnet, die aber nicht erfolgt ist.


Erst am Freitag stand es fest

Bei der Stadt Kulmbach ist weder von der Gewerkschaft noch vom Bayerischen Verwaltungsgerichtshof eine Klage eingegangen. "Darüber hat man mich am Freitag informiert", teilt die Einzelhandelssprecherin mit. Wäre geklagt worden, wären die Läden wohl dicht geblieben. Hofmann: "Denn das finanzielle Risiko wäre uns da zu groß gewesen."


Von 13 bis 18 Uhr

Von 13 bis 18 Uhr darf nun am Sonntag in Kulmbach eingekauft werden. Die Händler freuen sich, machen sie doch zusätzlichen Umsatz. Die offenen Läden und der Flohmarkt würden auch viele auswärtige Besucher nach Kulmbach locken. Es sei Werbung für die Stadt, so Alexandra Hofmann.