Einem 20-jährigen Mann aus Kulmbach stand Anfang des Jahres eigentlich die Welt offen. Er absolvierte eine Lehre und hatte eine nette Freundin. Doch dann kam er auf die Idee, dass er sich schnell ein paar Euro dazuzuverdienen könnte. Die Art und Weise bracht ihn jetzt vor Gericht.

Zwischen Januar und März 2018 hatte der 20-Jährige mehrfach Marihuana verkauft. Die Staatsanwaltschaft legte ihm deshalb unerlaubtes Handeltreiben mit Betäubungsmitteln zur Last.

Haus der Eltern durchsucht

Konkret ging es einmal um 2,5 Gramm Marihuana und einmal um sieben Gramm. Der junge Mann hatte das Gras billig gekauft und es dann deutlich teurer an einen Kunden weitergeben.

Im Mai hatte die Polizei deshalb auch das Haus seiner Eltern durchsucht. "Naja, die waren nicht begeistert. Ich habe das nur gemacht, um meine finanzielle Lage zu verbessern", erklärte der Angeklagte vor Gericht. "Ich wollte halt schnell etwas dazuverdienen, weil ich eine Freundin in Bamberg hatte. Aber ich habe nie selbst was genommen", so der 20-Jährige. "Das war eine blöde Sache. Ich lasse jetzt die Finger davon", beteuerte der Mann.

Ausbildungsstelle verloren

Die Liebe zu der Freundin hat sich inzwischen erledigt. Auch die Ausbildungsstelle hat der 20-Jährige verloren. Denn er hat die Prüfung nicht geschafft. Jetzt sucht er eine neue Arbeit.

Da der junge Mann noch nie vorher straffällig geworden war und den Drogenhandel ohne Umschweife einräumte, regte Jugendrichter Christoph Berner eine Einstellung des Verfahrens gegen eine Arbeitsauflage ein.

Der junge Mann muss bis Ende des Jahres 60 Stunden gemeinnützige Arbeit ableisten.