Eine kleine Brauerei durch den Kauf ihrer Produkte zu unterstützen, ist gut und für (fast) jeden machbar. Noch besser ist es allerdings, wenn die Menschen ein solches Unternehmen als Bestandteil der eigenen Kultur auch in der öffentlichen Wahrnehmung stärken. Meint zumindest Wolfgang Martin, Vorsitzender der Kulturinitiative "Die Wüste lebt". Und hat zum 140-jährigen Bestehen der Brauerei Schübel unter dem Motto "Fabrik-Art" wieder tief in die Kunstkiste gegriffen.

60 Millionen Seidla Bier

Für das Wochenende, das den Stadtsteinachern mit den Einladungen von Freien Wählern und vom fränkischen Stammtisch sowie der Brauerei gleich drei Festtage in der Knollenstraße beschert, hat Martin das Brauereigebäude, in dem seit der Gründung mehr als 60 Millionen Seidla Bier hergestellt wurden, in ein Kunstobjekt verwandelt. Dabei konnte er auf die Unterstützung diverser Mitstreiter zählen.

Der Schluckspecht und das Geheimnis des Bieres

So hat Marianne Renke einen übergroßen Schluckspecht modelliert, der sich an der Fassade des Betriebsgebäudes zu schaffen macht. Auf den Fenstersimsen explodieren schäumende Bierdosen und ergießen sich über das Mauerwerk. Hoch droben unter dem Dach hat Uli Haderdauer einen Riesenbierkrug installiert, während unten - im kleinen Vorbau der Brauerei - der Organsisator selbst "das Geheimnis des Bieres" zum Thema gemacht. Sogar der Strickkreis Grafengehaig, regelmäßig zu Gast beim Stadtsteinacher Bauernmarkt, hat sich in das Kunstprojekt mit dem Namen "Fabrik-Art" eingebracht. Besondere Beleuchtungsakzente in und an der Brauerei runden das ungewöhliche Bild ab.

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